
12.06.2026
Hintergrundinterview WM 2026
Anlass: FIFA Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2026
Interviewpartner: Prof. Dr. Niels van Quaquebeke (KLU)
(Hambürg/klu) - Ein Zweikampf, ein Pfiff – und sofort gehen die Meinungen auseinander. Warum wirken manche Foulszenen selbst in Zeitlupe „nicht eindeutig“?
Prof. Dr. Niels van Quaquebeke: Weil unser Gehirn in solchen Momenten eine Aufgabe lösen muss, für die es nicht genug Information hat: Die Szene ist kurz, die Perspektive begrenzt. Wenn etwas mehrdeutig ist, greifen wir automatisch zu schnellen Faustregeln – wir vereinfachen die Geschichte unbewusst.
Das ist kein Zeichen mangelnder Intelligenz, sondern ein normaler Mechanismus unter Zeitdruck. Gerade im Fußball spielen dann viele Eindrücke eine Rolle: Wer wirkt körperlich überlegen? Wer kommt mit mehr Tempo? Wer steht „dominanter“ im Raum? Aus diesen Puzzleteilen entsteht in unserem Kopf eine plausible Interpretation.
Und weil verschiedene Menschen unterschiedliche Details als entscheidend wahrnehmen, kann man dieselbe Szene verschieden bewerten – das ist der Grund, warum strittige Zweikämpfe so verlässlich für Diskussionen sorgen.
9.06.2026
Neue Studie der Universität Hohenheim: Soziale Gruppen können politische Meinungen in sozialen Medien stärker prägen als die Argumente selbst.
(Stuttgart-Hohenheim/uh) - Wer sich einer Gruppe zugehörig fühlt, schenkt
deren Aussagen mehr Glauben – selbst dann, wenn die Gruppe mit dem diskutierten Thema gar nichts zu tun hat. Das zeigt eine neue Studie des Kommunikationswissenschaftlers Prof. Dr. Wolfgang
Schweiger von der Universität Hohenheim in Stuttgart. Allerdings tritt dieser Effekt nicht automatisch auf: Entscheidend ist, wie stark die eigene Gruppe im Feed vertreten ist und wie intensiv
sich Nutzer:innen mit einem Thema beschäftigen.
3.06.2026
Unter der Leitung des Paläontologen Dr. Stephan Spiekman startet am Naturkundemuseum Stuttgart und an der Universität Hohenheim eine neue, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte Emmy-Noether-Forschungsgruppe.
(Stuttgart-Hohenheim/uh)
- Eine der großen offenen Fragen der Evolutionsbiologie ist, wie Schildkröten ursprünglich entstanden sind und wo sie im Stammbaum des Lebens einzuordnen sind. Eine neue, von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Emmy-Noether-Forschungsgruppe widmet sich nun speziell diesem Thema. Die Gruppe „Turtle Origins“ unter der Leitung von Dr. Stephan Spiekman ist am
Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart (SMNS) und an der Universität Hohenheim angesiedelt. Beide Einrichtungen arbeiten seit vielen Jahren eng und erfolgreich zusammen.
3.03.2026
(Berlin/ahu) - Das gängige Bild von Wissenschaft: Reagenzgläser, Mikroskope und sterile Räume. Doch wenn Fragen wie „Zerstört KI wirklich die Umwelt?" oder „Wie verändern Deepfakes Demokratien?" im Mittelpunkt stehen, wird der Laptop zum Werkzeug und die digitale Gesellschaft zum Forschungsfeld. Wer sich davon selbst ein Bild machen möchte, hat am 6. Juni Gelegenheit dazu, wenn das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) seine Türen zur Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin öffnet. Von 17 bis 24 Uhr zeigen die HIIG-Forschenden an über 15 Stationen, in Vorträgen, Live-Podcasts und Mitmach-Aktionen, wie Digitalisierungsforschung an der Schnittstelle von Technologie und Gesellschaft funktioniert.
Alle Berliner*innen sind eingeladen, die Arbeit der rund 30 Wissenschaftler*innen kennenzulernen, Fragen zu stellen und sich von spannenden Themen überraschen zu lassen. Auf der Event-Webseite finden Sie das vollständige Programm.
Die Highlights:
● Die vielen Gesichter von Deepfakes | 18:30–19:00 | Vortrag Prof. Dr. Jeanette Hofmann In Deutschland dreht sich die Debatte um Deepfakes vor allem um sexualisierte Gewalt und Desinformation, und das zu Recht. Aber dieselbe Technologie kann auch Verfolgte schützen, politisch unterdrückten Menschen eine Stimme geben und Erinnerungen lebendig halten. Jeanette Hofmann zeigt, welche Rolle synthetische Medien in der Demokratie spielen können.
● Zufall, Magie oder einfach Mathematik? Personalisierung im Internet verstehen | 17:00–00:00 | Mitmachexperiment Irina Kühnlein, Elena Eulitz, Sarah Spitz & Dr. Maurice Stenzel Wer online kurz nach Katzenhusten sucht, sieht danach Werbung für Tierbedarf: Personalisierung im Internet funktioniert erstaunlich präzise. An einem interaktiven Parcours können Besucher*innen ihre eigene Datenspur vom Smartphone bis zur Werbeanzeige Schritt für Schritt verfolgen. Denn welche Inhalte Menschen online erreichen, ist keine Zufallssache.
● Zerstört KI wirklich die Umwelt?! | 17:30–18:30 Uhr | Fragerunde ab 16 Jahren Dr. Theresa Züger (HIIG) und Jonathan Niesel (Greenpeace) Jedes Mal, wenn ein KI-System eine Anfrage beantwortet, verbraucht es Strom und Wasser. Doch wie groß ist der ökologische Fußabdruck wirklich und was lässt sich dagegen tun? In Kooperation mit Greenpeace diskutieren wir aktuelle Forschungsergebnisse und stehen im Anschluss für alle Fragen zu KI und Nachhaltigkeit zur Verfügung.
● Anonym im Internet – die Technik hinter dem Darknet | 17:15–18:00 Uhr | Vortrag Prof. Dr. Björn Scheuermann Anonym im Internet surfen klingt nach Darkweb und Kriminalität. Dabei steckt dahinter eine schlichte Frage: Muss jeder sehen können, wer gerade welche Webseite besucht? Dieser Vortrag erklärt, wie das Tor-Netzwerk das technisch verhindert und warum diese Technologie für Medienhäuser, Whistleblower und Menschen in autoritären Staaten ein legitimes Werkzeug ist.
● Internet on the rocks: Ein Bargespräch mit Forschenden | 20:00–21:00 Uhr | Diskussion Dr. Theresa Züger, Prof. Dr. Wolfgang Schulz & Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer Was haben eine Medienwissenschaftlerin, ein Jurist und ein Ökonom gemeinsam? Sie alle forschen zu den drängendsten Fragen der Digitalisierung: Kann KI dem Gemeinwohl dienen? Ist Moderation von Inhalten auf Social Media so etwas wie Zensur? Berliner*innen sind eingeladen, bei einem Getränk an der institutseigenen Bar unseren Forschenden alle ihre Fragen zu stellen.
Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft
Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft erforscht die Entwicklung des Internets aus einer gesellschaftlichen Perspektive, um die damit einhergehende Digitalisierung aller Lebensbereiche besser zu verstehen. Als erstes Forschungsinstitut in Deutschland mit einem Fokus auf Internet und Gesellschaft hat das HIIG ein Verständnis erarbeitet, das die Einbettung digitaler Innovationen in gesellschaftliche Prozesse betont. Basierend auf dieser transdisziplinären Expertise und als Teil des Global Network of Interdisciplinary Internet & Society Research Centers will das HIIG eine europäische Antwort auf den digitalen Strukturwandel entwickeln.
2.06.2026
Das Center for World University Rankings (CWUR) listet die Universität Hohenheim auf Platz 906 von insgesamt 21.291 Universitäten aus aller Welt.
(Stuttgart-Hohenheim/uh) - Ihre Stärke ist vor
allem die Forschung: Die Universität Hohenheim gehört zu den besten 4,3 Prozent aller Universitäten weltweit. Das zeigt das heute veröffentlichte CWUR World University Ranking für 2026. Im
globalen Vergleich landet die Universität Hohenheim in Stuttgart auf Platz 906 von insgesamt über 21.000 bewerteten Universitäten. Details zum CWUR World University Ranking 2026:
https://cwur.org/2026.php
Im CWUR-Ranking werden unter anderem die Forschungsleistung, die Qualität der Lehre, die akademische Exzellenz der Fakultäten sowie der akademische und berufliche Erfolg der Alumni
bewertet. Es beruht auf objektiven Kriterien und nicht auf Umfragen oder Eigenauskünften der Universitäten.

16.05.2026
Interdisziplinäres Forschungsteam hat einen Workflow entwickelt, der durch die Integration nicht-sprachlicher Informationen die Erforschung von Sprache und Kommunikation verbessern soll / Veröffentlichung in „Advances in Methods in Psychological Science“
(Köln/uk) - Wissenschaftler*innen der Universität zu Köln und verschiedener europäischer Hochschulen aus der Linguistik, der Psychologie, der Phonetik und weiterer Disziplinen wollen die Erforschung von Sprache und Kommunikation transparenter gestalten und dabei nichtverbale Informationen stärker berücksichtigen. Dafür haben sie ein Rahmenkonzept erarbeitet, das die Erhebung multimodaler Daten und deren Analyse anleiten soll, dabei aber Raum lässt, den Forschungsprozess entsprechend der konkreten Forschungsfrage auszugestalten.
Die Studie wurde im Rahmen des Schwerpunktprogramms „Visuelle Kommunikation“ (ViCom) von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Der Workflow wurde in der Studie mit dem Titel „Data Collection in Multimodal Language and Communication Research: A Flexible Decision Framework“ in der Fachzeitschrift „Advances in Methods in Psychological Science“ veröffentlicht.

13.05.2026
(Graz/mug) - Der Bewegungsapparat spielt beim Thema „Gesundes Altern“ eine besonders wichtige Rolle. Starke Knochen halten höhere Belastungen aus, gut erhaltene Gelenke sorgen für flüssige, schmerzfreie Bewegung und eine fitte Muskulatur sichert zusätzliche Unterstützung und Kraft. Wer sich in jungen Jahren gut um seinen Bewegungsapparat kümmert, kann bis ins hohe Alter davon profitieren. An der Med Uni Graz wird auch in diesem Bereich aktiv geforscht. Kürzlich wurde sogar eine eigene universitäre Kompetenzeinheit „Muskuloskelettale Gesundheit“ gegründet, in der sich die Wissenschafter*innen mit Knochen- oder Muskelschwund im Alter beschäftigen. Was einen gesunden Bewegungsapparat ausmacht, wie man ihm etwas Gutes tun kann und welche Forschung in diesem Bereich an der Med Uni Graz stattfindet, erörtert Barbara Obermayer-Pietsch.
Große Solarparks und künstliche Dünen könnten Regen in Wüsten tragen, vermuten Forscher der Uni Hohenheim. Jetzt soll ein großes Forschungsprojekt die These erhärten.
14.05.2026
Ausreichend große und clever
angelegt Solarparks könnten das Wetter in küstennahen Wüstengebieten so beeinflussen, dass es regnet. Ein ähnlicher Effekt lässt sich voraussichtlich auch durch künstliche Dünen mit mehreren 100
Meter Höhe erreichen. So lauten die Einschätzung eines Forschungsteams der Universität Hohenheim in Stuttgart. Ihre These wollen sie jetzt in der Wüste der arabischen Halbinsel erhärten. Geplant
sind intensive 3-D-Wetter-Analysen und hochauflösende Computer-Simulation. Möglich macht dies ein hochdotierter Forschungspreis der Vereinigten Arabischen Emirate: Das sogenannte UAEREP-Programm
schreibt jedes Jahr 5 Millionen US-Dollar aus, um internationale Spitzenforschung für verstärkten Regen in Wüsten und Halbwüsten zu verwirklichen. In diesem Jahr erhielten insgesamt drei
Forschungsteams die Spitzenförderung – aus weltweit insgesamt 120 Einreichungen. Die Universität Hohenheim ist bereits zum zweiten Mal darunter.
8.05.2026
Exzellentes Zeugnis für die Bachelor-Lehrangebote zu Wirtschaftswissenschaften und -informatik der Uni Hohenheim / Kennlernangebote für Studieninteressierte und Eltern
(Stuttgart-Hohenheim/uh) - Hervorragend beim Lehrangebot, der
Unterstützung im Studium und bei der Betreuung durch Lehrende: Beim heute erschienenen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) vergaben die Studierenden der Universität Hohenheim in
Stuttgart bei allen Indikatoren Bewertungen im Spitzenbereich. Schüler:innen, die sich derzeit Gedanken über ein Bachelor-Studium machen, können sich bei den Kennlernangeboten selbst von den
Angeboten zu „Sustainability & Change“, „Digital Business Management“, „Wirtschaftsinformatik“ oder „Wirtschaftswissenschaften“ überzeugen. Zum Ranking: http://heystudium.de/ranking
Bereits zu Beginn des Studiums macht sich das erstklassige Angebot
bemerkbar: Beim Fakten-Indikator „Unterstützung am Studienanfang“ findet sich die Universität Hohenheim in der Spitzengruppe.
Zweite Auflage des Standardwerks der Bioökonomie wurde inhaltlich sowie didaktisch komplett überarbeitet und umfassend erweitert – jetzt online & als Hardcover
15.04.2026
Die Bioökonomie ist mehr als nur ein globaler Trend – sie ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Zukunft. Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Ernährungssicherheit wächst der Bedarf an Fachkräften, die über interdisziplinäres Wissen verfügen. Eine fundierte und umfassende Beschreibung aller Aspekte einer nachhaltigen Bioökonomie bietet das englischsprachige Lehrbuch, das die Universität Hohenheim in Stuttgart jetzt unter der Federführung von Prof. Dr. Iris Lewandowski in einer zweiten, stark erweiterten Auflage herausgebracht hat. Dabei beschreiten Verlag und Herausgeber auch didaktisch neue Wege. Unter dem Titel „Bioeconomy − Advancing the Transition to a Sustainable, Biobased Economy“ bietet das Buch nicht nur für Studierende, sondern auch für Fachleute und andere an dem Thema Interessierte wertvolle Informationen.

15.04.2026
(Graz/mug) -
Mit BioTransform startet ein neues EU-finanziertes Forschungsprojekt, das die bislang weitgehend unbekannten Stoffwechselwege gesundheitsfördernder Nahrungsbestandteile im menschlichen Organismus
untersucht. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie sogenannte bioaktive Substanzen aus Lebensmitteln im Darm umgewandelt werden und welchen Einfluss ihre Abbauprodukte auf die Gesundheit haben.
Die Medizinische Universität Graz ist als Projektpartnerin beteiligt.
Unbekannte Stoffwechselwege sichtbar machen
Das von der Europäischen Union im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen geförderte Projekt BioTransform wird von Nina Hermans an der Universität Antwerpen koordiniert. Insgesamt arbeiten 16
Partnerinstitutionen aus acht Ländern zusammen – darunter die Med Uni Graz mit Sandra Holasek als Projektleiterin. Ziel ist es, zentrale Wissenslücken zum menschlichen Stoffwechsel zu
schließen.
Elf Doktorand*innen werden im Rahmen des Projekts ausgebildet, um zu erforschen, wie gesundheitsfördernde Nahrungsinhaltsstoffe, sogenannte food bioactives, im menschlichen Darm mikrobiell
verstoffwechselt werden und welche Rolle diese Stoffwechselprodukte für die Prävention chronischer Erkrankungen wie Adipositas oder Diabetes spielen.

11.04.2026
(Graz/mug) - Der Stoffwechsel ist eine grundlegende Funktion jedes Organismus. Vom Einzeller über den Menschen bis hin zu den größten Lebewesen des Planeten bilden Aufnahme, Verarbeitung und Weitergabe von Stoffen die Grundlage für das Leben. Störungen des Stoffwechsels, sei es durch Krankheit, genetische Veränderungen oder Alterung, können massive Folgen haben. An der Med Uni Graz werden im Rahmen der Metabolom-Forschung die Grundlagen des Stoffwechsels untersucht. Mit der Installation eines hochmodernen 800-MHz-NMR-Spektrometers, gefördert durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG, die Europäische Union und das Land Steiermark, steht dafür nun eine weltweit führende Technologie zur Verfügung. Damit steht die Med Uni Graz an der Speerspitze der Stoffwechselforschung und kann so wichtige Aspekte wie Alterungs- oder Krankheitsprozesse untersuchen.

7.04.2026
Wie verändert sich das Leben, wenn medizinische Innovation nicht nur Symptome behandelt, sondern Sicherheit und Freiheit zurückgibt? Genau darum geht es in unserer aktuellen Patientenstory des Heidelberger Medizintechnikunternehmens PRECISIS GmbH. Im Mittelpunkt steht der 20-jährige Christian, der dank eines Neuroimplantats heute wieder deutlich freier leben kann. Die Geschichte zeigt, wie moderne Neuromodulation den Alltag von Epilepsie-Betroffenen verändert – und welche Rolle innovative Unternehmen aus Heidelberg dabei spielen.

1.04.2026
(Graz/mug) - Anti-Aging-Versprechen gibt es viele, von Wundermitteln aus der Natur bis zu Hightech-Behandlungen. Doch die wirksamsten Strategien für gesundes Altern sind oft überraschend einfach. Was wir täglich essen, wie viel wir uns bewegen oder wie gut wir schlafen – viele kleine Entscheidungen beeinflussen, wie gesund wir altern. Genau hier setzt das neue Buch der Zellbiologin Corina Madreiter-Sokolowski von der Medizinischen Universität Graz und der Allgemeinmedizinerin Kristina Hütter-Klepp an: Sie zeigen, wie unser Lebensstil den Alterungsprozess mitbestimmt. Denn je früher man sich damit auseinandersetzt, desto besser, denn bereits in jungen Jahren werden entscheidende Weichen gestellt.
Gleichzeitig erforscht Corina Madreiter-Sokolowski in verschiedenen vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Forschungsprojekten die zellulären Mechanismen des Alterns und versucht, neue Angriffspunkte für Healthy-Aging-Strategien zu identifizieren.

7.04.2026
Aufklären statt Belehren: Eine aktuelle Studie der Universität Hohenheim zeigt, dass dieser Ansatz die Fehler bei der Mülltrennung um 70% senken kann.
(Stuttgart-Hohenheim/uh)
- Motivation entsteht, wenn Menschen wissen, warum sie etwas tun sollen. Mit diesem Ansatz gelang es einem Forschungsteam der Universität Hohenheim in Stuttgart, die Fehlerquote bei der
Mülltrennung um 70 Prozent zu reduzieren. In der aktuellen Studie erhielten zufällig ausgewählte Haushalte einen Informationsflyer zur Abfalltrennung. Dieser enthielt bewusst keine Anleitung zum
korrekten Sortieren, sondern erklärte verständlich, welche Auswirkungen falsch getrennte Abfälle auf die Umwelt haben. Die Ergebnisse wurden
Mitte März 2026 im Fachjournal Journal of Environmental Management veröffentlicht. https://doi.org/10.1016/j.jenvman.2026.129111

30.03.2026
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Naturkundemuseum Stuttgart und Uni Hohenheim publizieren deutschen Erstnachweis in „Zootaxa“
(Stuttgart-Hohenheim/uh) - „Schau mal,
das ist doch keine normale Ameise“: Genau genommen war es Christine Härtel, Max Härtels Mutter, der die Ameise als erstes auffiel. Dabei waren die Besonderheiten eher unauffällig: etwas schlanker
und dunkler waren die zwei Arbeiterinnen, mit Verhaltensweisen, die sie von heimischen Arten abgrenzen.
Doch Mutter und Sohn sind „Ameisenenthusiasten“, wie sie sich selbst bezeichnen. Einer der Hauptgründe, warum Max Härtel an der Universität Hohenheim im Fachgebiet Integrative Taxonomie der
Insekten studiert. Entsprechend schnell reagieren die beiden und fangen die Tiere ein.
26.03.2026
Platz 1 in Deutschland, Platz 6 in Europa, weltweit auf Platz 17: Uni Hohenheim erobert Spitzen-Platz in den Agrar- und Lebensmittelwissenschaften zurück
(Stuttgart-Hohenheim/uh) -
Top-Platzierung für Spitzen-Forschung: In den Agrarwissenschaften einschließlich Food Sciences hat die Universität Hohenheim in Stuttgart QS World University Ranking by Subject 2026 den Platz 1
zurückerobert. Europaweit gehört sie in diesem Bereich mit Platz 6 zu den TopTen. Auch weltweit zählt sie zu den führenden Universitäten im Bereich Agrarwissenschaften: Sie liegt auf Platz 17 von
479 in diesem Fach gelisteten Universitäten. Das Ranking erschien am 25.3.2026. Ausführliche Ergebnisse unter https://www.topuniversities.com/subject-rankings.
17.03.2026
(Klagenfurt/uk) - Ein neues, vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF gefördertes Projekt, widmet sich einer der faszinierendsten, aber bislang wenig erforschten Figuren der Ritterliteratur: Renaud de Montauban, Cousin Rolands und zentrale Gestalt des Matter of France-Zyklus. Giulia Zava, Postdoc-Forscherin am Institut für Romanistik an der Universität Klagenfurt, wird untersuchen, wie sich Renauds Gestalt im Laufe der Zeit über verschiedene Gattungen und kulturelle Kontexte hinweg verändert hat.

10.03.2026
(München /ma) - Munich Aerospace, das bayerische Forschungsnetzwerk für Luft- und Raumfahrt, startet einen Podcast für die breite Bevölkerung. Mit Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern aus Forschung, Politik und Industrie beleuchtet „startklar – Luft- und Raumfahrt in deinem Alltag“ unterschiedlichste Themen auf verständliche Art und Weise. Ziel des Podcasts ist, zu zeigen, wie wichtig verschiedene Technologien aus der Branche für unseren Alltag sind, und über neue Entwicklungen und Innovationen zu informieren.
Warum brauchen wir Weltraumbahnhöfe in
Europa? Wie klimafreundlich wird die Luftfahrt? Wie schützen Satelliten bedrohte Tierarten? Fragen wie diesen geht der neue Podcast „startklar – Luft- und Raumfahrt in deinem Alltag“ auf den
Grund. Realisiert wird er vom bayerischen Forschungsnetzwerk für Luft- und Raumfahrt Munich Aerospace, welches vom bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Landesentwicklung
gefördert ist.

7.03.2026
(Karlsruhe/kit) - KI-basierte Tools erzeugen heute aus realen Aufnahmen von Menschen täuschend echte Bilder, Videos und Audios – oft mit gravierenden Folgen, besonders für Schülerinnen und Schüler oder junge Erwachsene. Expertinnen für Technikfolgenabschätzung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) erforschen im Projekt DEEP-PRISMA, wie Betroffene mit missbräuchlichen Fakes umgehen und entwickeln gemeinsam mit ihnen Strategien gegen Deepfake-Missbrauch. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Projekt stellt auch die geltende Rechtslage auf den Prüfstand.
Die Zahl online geteilter Deepfakes wächst rasant. KI-gestützte Tools erzeugen inzwischen Medieninhalte, die selbst Expertinnen und Experten kaum noch von echten Videos oder Audios unterscheiden können. Häufig dienen solche Fakes betrügerischen Zwecken – etwa, um an Passwörter, Kontodaten oder Firmengeheimnisse zu gelangen. „Der überwiegende Teil besteht jedoch aus sexualisierenden oder pornografischen Inhalten. Studien gehen davon aus, dass rund 98 Prozent aller Deepfakes pornografisch sind – und 99 Prozent davon weibliche Personen zeigen“, sagt Dr. Jutta Jahnel vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT, die sich seit vielen Jahren mit den Folgen digitaler Bildmanipulation beschäftigt. Genaue Zahlen seien aber aufgrund der hohen Dunkelziffer und der rasanten technologischen Entwicklung schwierig zu ermitteln.
Urkundenübergabe mit (v. l.) Kay Bretschneider und Benjamin Sillack (beide Vermögen und Bau BW Betriebsleitung), Dr. Katrin Scheffer (Kanzlerin Uni Hohenheim), Kerstin Sonnekalb (Bundesbau BW Betriebsleitung), Tamara Wehner (VB-BW Universitätsbauamt, Projektleiterin) und Julia Schneider (VB-BW Universitätsbauamt, Abteilungsleitung) | Bildquelle: Universität Hohenheim / Hannah Moormann
5.03.2026
Der Holz-Hybridbau an der Uni Hohenheim ist das erste Laborgebäude in Baden-Württemberg, das die goldene Plakette des BNB-Zertifizierungssystems erhält.
(Stuttgart-Hohenheim/uh) - Ob
Bienengesundheit, Insektenschutz oder Honig-Analysen: Die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim in Stuttgart forscht an nachhaltigen Lösungen für Biodiversität und
Bienenhaltung. Das Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim hat hierfür ein Forschungsgebäude erstellt, das höchste Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit erfüllt: Die 2021 in Betrieb genommene
Landesanstalt für Bienenkunde ist das erste Laborgebäude in Baden-Württemberg, das als Holz-Hybridbau konzipiert wurde und nach dem Bewertungssystem „Nachhaltiges Bauen“ (BNB) das Gold-Zertifikat
erhält. Projektleiterin Tamara Wehner von der Bauherrenvertretung, dem Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim, nahm zusammen mit der Kanzlerin der Universität Hohenheim, Dr. Katrin Scheffer
heute die Auszeichnung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen entgegen.

4.03.2026
Von Angela Fabris
(Klagenfurt/Utrecht/uk) - Was wäre, wenn morgen plötzlich alles anders wäre? Wenn ein einziger Gewinn das eigene Leben komplett auf den Kopf stellen würde? Genau dieser Traum vom radikalen Neuanfang stand am Anfang eines internationalen Forschungsprojekts, an dem Angela Fabris in den vergangenen vier Jahren gemeinsam mit norwegischen, niederländischen, deutschen, britischen und amerikanischen Literatur-, Geschichts- und Medienwissenschaftler:innen gearbeitet hat. Das Ergebnis ist der Sammelband „Lottery Fantasies, Follies, and Controversies“, der am Freitag, den 6. März, am Utrecht University Centre for Early Modern Studies vorgestellt wird. Großzügig gefördert wurde das Projekt vom Norwegian Research Council.

Ein Begriff, viele Mythen: Internationales Gremium definiert Darmgesundheit / Konsenspapier mit Mitautor Stephan C. Bischoff von der Universität Hohenheim
2.03.2026
(Stuttgart-Hohenheim/uh) - Was ist
Darmgesundheit? Ein internationales Gremium hat erstmals den Begriff definiert. Daran beteiligt war Prof. Stephan C. Bischoff, Ernährungsmediziner an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Das
bietet künftig einen zuverlässigen Rahmen – für Forschung und Medizin ebenso wie für die Medien und die Werbebranche.
Er bewirbt Joghurt
oder Limonaden, beschreibt Ursachen für Magenbeschwerden, Allergien oder Depressionen – der Begriff „Darmgesundheit“ begegnet einem in der Werbung, in den Medien und in der Forschung. „Was genau
dieser Begriff jeweils bedeutet, ist jedoch vom Kontext abhängig“, erklärt Stephan Bischoff. Der Ernährungsmediziner ist Professor an der Universität Hohenheim und Mitautor der Studie.
29.01.2026
98 Prozent empfehlen das Studium weiter / Platz 5 der beliebtesten Universitäten in Deutschland, Platz 2 in BaWü / gute Lehre und Studienangebot am Puls der Zeit
(Stuttgart-Hohenheim/uh)
- Studierende der Universität Hohenheim in Stuttgart erleben ihre Universität als eine der besten in Deutschland. Mit Platz 5 bei den beliebtesten Universitäten in Deutschland sicherten sie ihr
den „StudyCheck Award 2026“. Auf dem Vergleichsportal „StudyCheck“ können Studierende bundesweit Bewertungen für ihre Hochschulen und Studiengänge abgeben. Tatsächlich legt die Universität
Hohenheim besonderen Wert auf gute Betreuung, innovative Lehrkonzepte und Studiengänge am Puls der Zeit. Vollständiges Ranking der Universitäten unter https://www.studycheck.de/hochschulranking/beliebteste-universitaeten

27.01.2026
(Graz/mug) - Die Bedeutung der Ernährung für körperliche und psychische Gesundheit gewinnt in der modernen Medizin zunehmend an Relevanz. An der Medizinischen Universität Graz werden neue Initiativen vorangetrieben, die dieses Thema wissenschaftlich fundiert und praxisnah beleuchten – vom Wahlfach Culinary Medicine über das neu erschienene „Brainfood“-Kochbuch bis hin zu einer Erweiterung der ernährungsmedizinischen Lehrinhalte.
Culinary Medicine: Ernährungskompetenz trifft Medizin
Wie lassen sich gesundheitsfördernde Gerichte alltagstauglich und genussvoll umsetzen? Im Wahlfach „Culinary Medicine – Ernährungskompetenz trifft Medizin“ erwerben Medizinstudierende zentrale ernährungsmedizinische Fähigkeiten. Die Lehrveranstaltung, die heuer bereits zum zweiten Mal an der Med Uni Graz stattgefunden hat, kombiniert praxisnahes Kochen in der Hofkochschule des Steiermarkhofs mit wissenschaftlich fundiertem Wissen. „Was und wie wir essen, beeinflusst nicht nur unsere körperliche, sondern auch unsere psychische Gesundheit. Mit ‚Culinary Medicine‘ vermitteln wir Studierenden konkrete Kompetenzen, um Patient*innen künftig ganzheitlich und alltagstauglich begleiten zu können“, erklärt Wahlfachleiterin Sonja Lackner vom Lehrstuhl für Immunologie an der Med Uni Graz. Unter Anleitung von Koch und Ernährungstherapeuten Attila Várnagy bereiten Studierende gesunde Gerichte zu, verkosten diese und bewerten sie anhand aktueller medizinischer Leitlinien.
22.01.2026
Content-Netzwerk funk kürt schönste Uni-Bibliotheken Deutschlands via Instagram-Voting.
(Stuttgart-Hohenheim/uh) - Barocke Prachtarchitektur trifft moderne Lernkultur: Was Studierende der Universität Hohenheim in Stuttgart längst wissen, ist dank eines aktuellen Instagram-Rankings
des Content-Netzwerks funk (ARD und ZDF) jetzt offiziell: Die Bereichsbibliothek im Ostflügel des Hohenheimer Schlosses ist die schönste Universitätsbibliothek in Baden-Württemberg. Im
deutschlandweiten Ranking belegt sie Platz 3 hinter den Bibliotheken der Universität Leipzig und der TU Darmstadt. Insgesamt haben fast 35.000 Personen abgestimmt.
14.01.2026
(Heidelberg/kts) - Die Klaus Tschira Stiftung startet eine neue Förderlinie in der Wissenschaftskommunikation mit dem Titel „Komm MINT aufs Land! – Museumspartnerschaften“. Die Programm-Managerin Wissenschaftskommunikation, Dr. Verena Viarisio, erklärt, worum es geht.
8.01.2026
(Graz/mug) - Altern ist kein Schicksal, sondern ein biologischer Prozess, der in den Zellen beginnt und später auch an der Körperoberfläche sichtbar wird bzw. sich im Alltag oft unliebsam bemerkbar macht. Hier ist mehr denn je die Wissenschaft gefordert, um Altern in Gesundheit zu fördern. Auch die Medizinische Universität Graz ist auf dem Gebiet der Alternsforschung stark engagiert und betreibt dazu eine Vielzahl an Forschungsprojekten. Das Buch „Der Code zum Jungbleiben“ von Zellbiologin Corina Madreiter-Sokolowski von der Med Uni Graz und Allgemeinmedizinerin Kristina Hütter-Klepp setzt an dieser Zellalterung an und verbindet aktuelle Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung mit der Praxis aus der Allgemeinmedizin. Gemeinsam erklären sie nicht nur, wie der Alterungsprozess entsteht, sondern zeigen auch Strategien, die ein Altern in Gesundheit fördern. Die Med Uni Graz lädt am 22. Jänner 2026 zur Lesung aus „Der Code zum Jungbleiben“ mit anschließendem Expert*innengespräch ein.
