Jugendliche aus Simmern und Umgebung waren in Taizé: Gemeinschaft, Glaubensaustausch und besondere Erinnerungen

'Taizé ist ein Muss für alle Jugendlichen, die Lust auf Gemeinschaft, Glaubensaustausch und besondere Erinnerungen haben“ © Lutz Brückner-Heddrich
'Taizé ist ein Muss für alle Jugendlichen, die Lust auf Gemeinschaft, Glaubensaustausch und besondere Erinnerungen haben“ © Lutz Brückner-Heddrich

11.06.2026

 

Rund 30 junge interessierte Christen aus der Jugendkir(s)che des Evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach und der katholischen Pfarrei St. Lydia haben gemeinsame Tage in Taizé verbracht.

 

(Simmern/bt) – Rund 30 junge interessierte Christen aus der Jugendkir(s)che des Evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach und der katholischen Pfarrei St. Lydia haben gemeinsame Tage in Taizé verbracht, einer ökumenischen Communität in Frankreich. Gemeindereferentin Daria Thoi hatte in den letzten Jahren öfter Fahrten angeboten, während die evangelischen Jugendlichen zum ersten Mal mit dabei waren. 

 

 

AKTUELL BEI WIR IM NETZ - SPIRITUALITÄT - 11.06.2026


Psychologie als Befreiung: Wie das Exodus-Motiv jüdische Denker von Freud bis Rosenberg prägt

11.06.2026

(Bad Boll/abb) - Hat die religiöse Erfahrung von Befreiung Einfluss darauf, wie Menschen über die Befreiung der Seele nachdenken? Mit dieser Frage lädt die Evangelische Akademie Bad Boll am 12. und 13. September 2026 zur theologisch-philosophischen Sommerakademie „Psychologie als Befreiung“ ein.

Jüdische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die moderne Psychologie und Psychotherapie entscheidend geprägt, darunter Sigmund Freud, Erich Fromm, Bruno Bettelheim, Abraham Maslow, Marshall B. Rosenberg und Daniel Kahneman. Die Tagung nimmt ihre Arbeiten als Ausgangspunkt und fragt, ob das im Judentum zentrale Exodus-Motiv, die Erfahrung von Befreiung aus Unfreiheit und Unterdrückung, dabei eine Rolle gespielt hat. Gibt es Spuren dieser Erzählung in den großen psychologischen Theorien? Und eröffnet sie vielleicht einen besonderen Zugang zu Fragen von innerer Freiheit und persönlicher Entwicklung? Die Sommerakademie geht diesen Zusammenhängen aus theologischer, judaistischer, philosophischer und psychologischer Perspektive nach.

Den Auftakt gestaltet Studienleiter Pfarrer Peter Steinle (Evangelische Akademie Bad Boll) mit seinem Vortrag „Das Exodus-Motiv in Theologie und Psychologie“. Im Anschluss spricht Dr. habil. Ronen Pinkas (Institut für Jüdische Theologie, Universität Potsdam) über „Das Exodus-Motiv im Werk jüdischer Denker, Schwerpunkt auf Psychologie Freuds“. Workshops und Kleingruppen bieten Raum zur Vertiefung.

Am zweiten Tag nimmt Dr. Laurin Mackowitz (Institut für Philosophie, Universität Innsbruck) in seinem Vortrag „Ungehorsam und Verpflichtung: Ethische und politische Episoden der Exodus-Erzählung“ die politischen und ethischen Dimensionen in den Blick. Danach spricht Prof. Dr. Christina von Braun (Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg / Humboldt-Universität zu Berlin) zum Thema „Exodus: Geschichte, die spricht – Das semitische Alphabet als Wiege des Monotheismus und Wegbereiter der Psychoanalyse“. Ein Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Christina von Braun, Dr. Laurin Mackowitz und Dr. habil. Ronen Pinkas, moderiert von Pfarrer Peter Steinle, führt die verschiedenen Perspektiven zusammen und lädt zum Austausch ein.

Die Sommerakademie richtet sich an alle, die sich für Theologie, Psychologie, Philosophie, Psychoanalyse, Sozialpsychologie, Gewaltfreie Kommunikation und Judentum interessieren.

Mitwirkende

Dr. Laurin Mackowitz (Universitätsassistent, Lehrbeauftragter für politische Philosophie, Institut für Philosophie, Universität Innsbruck), Dr. habil. Ronen Pinkas (Philosophische Fakultät, Institut für Jüdische Theologie, Universität Potsdam), Pfarrer Peter Steinle (Veranstaltungsleiter und Studienleiter für theologische Ethik in gesellschaftlichen Entwicklungen, Schwerpunkt Digitalität), Prof. Dr. Christina von Braun (Professorin für Kulturwissenschaft, Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Humboldt Universität zu Berlin)

 

 


Raum für Gedenken, Kreativität und Ausblick

Gedenken an Flutkatastrophe von 2021 an unterschiedlichen Orten/ Einsendeschluss Mitmachaktion 16. Juni

Tafel zum Gedenken an die Opfer der Flut 2021. Foto: © Julia Fröder
Tafel zum Gedenken an die Opfer der Flut 2021. Foto: © Julia Fröder

10.06.2026

 

Rund um den Jahrestag der Flutkatastrophe am 14. Juli gibt es verschiedene Möglichkeiten und kirchliche Angebote, den Opfern und Betroffenen zu gedenken. 

 

Von Julia Fröder

 

(Altenahr/Ahrweiler/Altenburg/jf) – Zum fünften Mal jährt sich die Flutkatastrophe, die im Sommer 2021 im Ahrtal, in Teilen der Eifel und in Trier große Schäden anrichtete und mehr als 100 Menschen das Leben kostete. Rund um den Jahrestag am 14. Juli gibt es verschiedene Möglichkeiten und kirchliche Angebote, den Opfern und Betroffenen zu gedenken. 

 

 


Zwei Initiativen bewerben sich um Innovationsgelder der badischen Landeskirche

Am 12. Juni findet in Pforzheim der vierte Innovationspitch statt

11.06.2026

 

(Karlsruhe/Pforzheim/ekiba) - Wie kann Kirche neue Wege gehen ­- alltagsnah, zielgruppenorientiert und wirksam? Beim vierten Innovationspitch der Evangelischen Landeskirche in Baden am 12. Juni in Pforzheim präsentieren diesmal zwei Teams aus Karlsruhe und Heidelberg ihre Ideen, mit denen sie sich um eine Aufwind-Förderung in Höhe von bis zu 100.000 Euro bewerben. Zudem sind erstmals alle 15 bereits geförderten Innovationsteams eingeladen, sich vor Ort zu vernetzen.

Für diesen ersten Innovationspitch in diesem Jahr treffen sich die Bewerber, Jury und Interessierte am Freitag, 12. Juni, ab 13 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche, Melanchthonstraße 1, in Pforzheim. Mit einer jeweils fünfminütigen Präsentation werden die Karlsruher Südkreuzgemeinde für ihren sozialen Biergarten „Stephi“ und das Jugendwerk Heidelberg für ihre Initiative „Urban Roots – Gemeinschaft mit Tiefgang“ werben.

 

Der soziale Biergarten „Stephi“ soll ein Begegnungsort sein, in dem man nicht konsumieren muss und Gäste nur so viel zahlen, wie sie können. So richte sich das Angebot einerseits an Menschen, die sich einen Besuch im kommerziellen Biergarten nicht leisten können, andererseits aber auch an die Zielgruppe, die durch ihren Beitrag das Konzept mitfinanzieren kann. Dadurch soll „Stephi“ dazu beitragen, dass verschiedene Milieus den sozialen Biergarten besuchen und auch eine Fläche für seelsorgerliche Gespräche mit Pfarrpersonen und geschulten Ehrenamtlichen entsteht.

 

Die Initiative Urban Roots will niederschwellige Gemeinschaft mit Tiefgang für kirchenferne junge Erwachsene schaffen, indem sie ganzjährige Community-Formate in und um Heidelberg anbietet wie Singing-Circles, Waldwanderungen, Kreativabende, Meditation, Tauschbörsen und Picknickkonzerte. Als jährlicher Höhepunkt sieht das Konzept ein „ForestBeats-Festival“ im Baumhauscamp bei Neckarsteinach mit Musik-Acts, Workshops und Lagerfeuer vor. Dabei sollen die Teilnehmenden die Angebote aktiv mitgestalten und schrittweise Verantwortung übernehmen.

 

Nach den Präsentationen beraten die Jurymitglieder über die Bewerbungen und entscheiden über die Vergabe der nächsten Fördermittel. Zudem dient der Innovationspitch zum ersten Mal auch als Netzwerk-Treffen für alle bereits geförderten Aufwind-Initiativen. So bietet die Veranstaltung nach den Pitches Raum, miteinander ins Gespräch zu kommen, voneinander zu lernen und ein Innovationsnetzwerk zu knüpfen. Die Teilnahme ist offen für alle Interessierten, die kurzentschlossen und ohne Anmeldung vorbeikommen können.

 

Bereits geförderten Initiativen sind:

 

·       Agentur für Segen (Bretten-Bruchsal)

·       Agentur für Starke Familienzentren (Leimen)

·       Alte Feuerwache Lörrach (Lörrach)

·       Bildungs- und Erlebnisort Petruskirche (Heidelberg)

·       Community-Barista (Heidelberg) 

·       Ecclesial empowerment (Konstanz) 

·       Friedas Gästehaus (Hochrhein)

·       Gemeinsam in Schönau (Markgräflerland)

·       Wir für Lukas (Karlsruhe Stadt)

·       Kirche auf Franklin (Mannheim)

·       Ringer Mosbach (Mosbach) 

·       Bestattungsinstitut Heidelberg (Heidelberg)

·       Nexus (Karlsruhe)

·       Tiny Music Church (Karlsruhe Land)

·       Trauerfeiercafe (Neckar-Bergstraße) 

 

 

Alle Informationen zur Innovationsförderung der Evangelischen Landeskirche in Baden, zu Bewerbungskriterien, Beratungsmöglichkeiten und vielem mehr gibt es unter: www.ekiba.de/innovation


Grenzen überwinden, Menschen verbinden, Hoffnung teilen

Bonifatiuswerk feiert Patronatsfest mit internationalen Gästen und das 40. Priesterweihejubiläum von Generalsekretär Monsignore Georg Austen

Haben gemeinsam den Bonifatiustag und das 40. Priesterweihejubiläum von Msgr. Austen begangen (von links): Robert Siemensmeyer (stellvertretender Bürgermeister der Stadt Paderborn), WDR-Moderatorin Yvonne Willicks, Landrat Christoph Rüther, Sängerin Maite Kelly, Caroline Freifrau von Ketteler (Vizepräsidentin des Bonifatiusrates), Bonifatiuswerk-Generalskeretär Msgr. Georg Austen, der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch, Bonifatiuswerk-Geschäftsführer Ingo Imenkämper, Generalvikar Pascal René Lung (Bistum Stockholm), Generalvikar Prälat Thomas Dornseifer, Gesangs-Duo Judy Bailey und Patrick Depuhl, Bonifatiuswerk-Präsident Manfred Müller, Bischof Erik Varden (Bischof von Trondheim und Vorsitzender der Nordischen Bischofskonferenz), Bischof Viktors Stulpins (Bischof von Liepāja). (Foto: Hartmut Salzmann)

 

10.06.2026

 

(Paderborn/bfw) - Eine besondere Kerze aus dem Karmel in Hillerød bei Kopenhagen, Bischöfe aus Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum sowie die Erinnerung an zwei große Glaubensboten Europas – den heiligen Bonifatius und den heiligen Ansgar: Mit dem Bonifatiustag hat das Bonifatiuswerk am Dienstag in Paderborn Zeichen der Hoffnung, des Zusammenhalts und gelebten Glaubens über Grenzen hinweg gesetzt. Gemeinsam mit Gästen aus dem In- und Ausland erinnerte das Hilfswerk an die verbindende Kraft des Glaubens und die Bedeutung von Solidarität in einer Zeit gesellschaftlicher und politischer Umbrüche. Zugleich wurde das 40. Priesterweihejubiläum von Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen gewürdigt.

 

 


Bonifatiuswerk setzt bei Diaspora-Aktion 2026 auf Hoffnung und gelebten Glauben

Kampagnen-Motiv mit Mutter und Kind zeigt, wie Vertrauen und christliche Werte im Alltag weitergetragen werden

Katrin Keller und ihr Sohn Hennes sind die beiden Protagonisten des Fotomotivs zur diesjährigen Diaspora-Aktion. Mit im Bild: Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen (Mitte) und Bonifatiuswerk-Präsident Manfred Müller. Foto: Hartmut Salzman
Katrin Keller und ihr Sohn Hennes sind die beiden Protagonisten des Fotomotivs zur diesjährigen Diaspora-Aktion. Mit im Bild: Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen (Mitte) und Bonifatiuswerk-Präsident Manfred Müller. Foto: Hartmut Salzman

10.06.2026

 

Von Hartmut Salzmann

 

(Paderborn/hs) - Der einjährige Hennes schaut gebannt auf das kleine Licht, das vor ihm aufleuchtet. Seine Mutter Katrin hält ihn, während sie in der stillen Kirche eine Kerze entzündet. Kein großes Ereignis, kein lauter Moment – und doch erzählt die Szene von etwas, das trägt: Vertrauen, Nähe und einem Glauben, der im Alltaggelebt und weitergegeben wird. Dieses Foto-Motiv prägt die bundesweite Diaspora-Aktion 2026 des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. Die Aktion steht in diesem Jahr unter dem Leitwort „Glauben bezeugen – Hoffnung teilen“, wie das Hilfswerk am Dienstag (9. Juni 2026) am Rande der Feierlichkeiten zum Bonifatiustag in Paderborn bekanntgab.

 

 


Ein wichtiger Ort des gemeinsamen Nachdenkens und Ringens

Aktuelle Amtsperiode der Ökumene-Kommission des Bistums Trier endet

Die Ökumenekommission (ein Mitglied fehlt auf dem Foto) © Simone Bastreri
Die Ökumenekommission (ein Mitglied fehlt auf dem Foto) © Simone Bastreri

9.06.2026

 

Nach vier Jahren intensiver Arbeit zieht die Ökumene-Kommission des Bistums eine positive Bilanz und blickt zugleich auf ihre anstehende Neukonstituierung und kommende Aufgaben.

 

Von Stefan Schneider

 

(Trier/sts) – Mit ihrer Sitzung am 8. Juni 2026 ist die aktuelle Amtsperiode der Ökumene-Kommission des Bistums Trier zu Ende gegangen. Nach vier Jahren intensiver Beratung und Begleitung ökumenischer Themen steht die Neukonstituierung des Gremiums an. Die Ökumene-Kommission hat den Auftrag, die ökumenische Arbeit im Bistum zu fördern und den Bischof in Fragen des Miteinanders der Kirchen zu beraten. Vorsitzender der Kommission ist Weihbischof em. Franz Josef Gebert. Die Kommission prüft Initiativen, entwickelt Empfehlungen und begleitet konkrete Projekte im Bistum. Auch kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bistum können sich mit Anfragen zu ökumenischen Fragen an die Kommission wenden.  

 

 


300 Jahre Wegekreuz bei Uhler: Zeichen der sichtbaren Einheit

Ökumenisches Fest mit Bischof Stephan Ackermann und Präses Thorsten Latzel

Präses Thorsten Latzel (links) und Bischof Stephan Ackermann beim Wegekreuz zwischen Kastellaun und Uhler. Foto: © Dieter Junker
Präses Thorsten Latzel (links) und Bischof Stephan Ackermann beim Wegekreuz zwischen Kastellaun und Uhler. Foto: © Dieter Junker

9.06.2026

 

Am Wegekreuz zwischen Uhler und Kastellaun feierten Katholiken und Protestanten gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst – mit klarer Botschaft der Versöhnung.

 

(Uhler/Kastellaun/bt/sb) – Am Wegekreuz zwischen Kastellaun und Uhler haben am 7. Juni evangelische und katholische Christen gemeinsam mit dem Trierer Bischof Stephan Ackermann und dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, ökumenischen Gottesdienst gefeiert. Dort, wo vor 300 Jahren erstmals ein Kreuz aufgestellt wurde, was für viele Jahre zu Streit zwischen den christlichen Konfessionen führen sollte, sangen und beteten rund 200 Katholiken und Protestanten gemeinsam als Zeichen ökumenischer Verbundenheit. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor Kastellaun-Uhler. 

 

 


Dicke Mauern gegen die Hitze: Gotteshäuser bieten erfrischende Zuflucht

Bundesweiter Hitzeaktionstag am 11. Juni 2026 - Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern rufen zur Beteiligung an Aktion „Kühle Kirchen“ auf

 

 

(ROSTOCK / GREIFSWALD/pek) - Die Sommermonate bringen auch im Norden immer häufiger Tage mit extremer Hitze, die für viele Menschen zum Gesundheitsrisiko werden kann. Die Evangelischen Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern haben daher anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags am Donnerstag, 11. Juni, ihre Kirchengemeinden dazu aufgerufen, Kirchengebäude an Hitzetagen als unkomplizierten Zufluchtsort für die Bevölkerung zu öffnen. Unter dem Motto „Kühle Kirchen“ soll Menschen auf diese Weise ein verlässlicher Raum zum Abkühlen, Ausruhen und Atem schöpfen geboten werden.

 

 


Mit Musik andere Dimensionen entdecken

Podcast “himmelwärts und erdverbunden”

Leonard Bernardy. Foto: © Christine Funk
Leonard Bernardy. Foto: © Christine Funk

 

In der aktuellen Folge des Podcast “himmelwärts und erdverbunden” geht es um die Musikfestspiele Saar. Intendant Leonard Bernardy schildert, wie Musik uns berührt und neue Perspektiven eröffnet.

 

8.06.2026

 

Von Luisa Maurer

 

Die Musikfestspiele Saar laden dazu ein, innezuhalten: zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Gewissheit und Zweifel. In der neuen Folge von “himmelwärts und erdverbunden” spricht Luisa Maurer mit Intendant Bernhard Leonardy über Musik als Resonanzraum für das, was uns bewegt – kulturell, gesellschaftlich und im Glauben. Eine Einladung, mit offenen Ohren und offenem Herzen neue Dimensionen zu entdecken.

 

 


Nordkirche würdigt Engagement von rund 300 Fördervereinen

25. Tag der Fördervereine: Bischof Tilman Jeremias dankt Ehrenamtlichen für ihren Einsatz für Kirchen

 

8.06.2026

 

 Beim 25. Tag der Fördervereine in Pasewalk würdigt die Nordkirche das Engagement von rund 300 Vereinen, die sich vor allem für den Erhalt der zahlreichen denkmalgeschützten Kirchen einsetzen.

 

(Greifswald/Pasewalk/ (dds) - Mit einem geistlichen Impuls von Bischof Tilman Jeremias hat am Sonnabend der 25. Tag der Fördervereine der Nordkirche in Pasewalk und Umgebung stattgefunden. Die jährlich zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wechselnde Veranstaltung würdigt das Engagement der rund 300 Fördervereine, die sich mit großem Einsatz für den Erhalt und die Belebung der Kirchen im Norden starkmachen.

„Gott ist der eigentliche Baumeister“

In seiner Andacht in St. Marien Pasewalk erinnerte Bischof Jeremias an die biblische Geschichte aus 2. Samuel 7, in der König David von Gott drei Lektionen erhält: dass Gott überall wohnt, dass er selbst der eigentliche Baumeister ist und dass große Vorhaben Geduld brauchen. „Diese drei Einsichten tragen auch heute“, sagte Jeremias. „Wer sich für unsere Kirchen einsetzt, weiß um die Mühen, die Prioritäten und den langen Atem, den es braucht. Und zugleich um die Freude, dass Gott selbst mitbaut – an Steinen und an Gemeinschaft.“

Ehrenamt als tragende Säule

Die Nordkirche verfügt im Sprengel Mecklenburg und Pommern über 1.138 Kirchen und Kapellen, von denen 1.054 – also 93 Prozent – unter Denkmalschutz stehen. „Ohne die Fördervereine wäre der Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft nicht denkbar“, betonte Bischof Jeremias. „Ihr Engagement ist ein Segen – für die Gemeinden, für die Orte und für die Menschen, die in diesen Kirchen Heimat finden.“

Austausch, Beratung und Dank

Der Tag der Fördervereine bietet den Ehrenamtlichen jährlich Gelegenheit zu Austausch, Fortbildung und Vernetzung. Workshops, Fachvorträge und Besichtigungen in der Region Pasewalk standen in diesem Jahr auf dem Programm. Zugleich versteht sich der Tag als Zeichen des Dankes der Nordkirche an die vielen Menschen, die Zeit, Kraft und Herzblut in die Zukunft der Kirchen investieren. „Wir wollen, dass dieser Tag Ihnen gut tut“, sagte Jeremias. „Sie tragen unsere Kirchen – und wir tragen Sie im Gebet.“

Ausblick

 

Der nächste, 26. Tag der Fördervereine findet 2027 turnusgemäß in Schleswig-Holstein statt.


Menschenhandel: Manchmal reicht eine Umarmung

Nelly Seidels Engagement kostet Kraft, gibt aber auch Erfüllung. Foto: © Rolf Lorig
Nelly Seidels Engagement kostet Kraft, gibt aber auch Erfüllung. Foto: © Rolf Lorig

8.06.2026

 

Menschenhandel trifft vor allem Frauen und Mädchen. Die Opfer landen oft in der Prostitution, werden willenlos gemacht und ausgebeutet – ein Thema, mit dem sich der jüngste „TheoTalk“ der Katholischen Erwachsenenbildung in Trier befasst hat.

 

Von Rolf Lorig/Paulinus Wochenzeitung im Bistum Trier

 

(Trier/rl/ pw) „Ihr seid die Einzigen, die uns Menschlichkeit bringen. Wir werden sonst nur als Fußabtreter benutzt.“ Der Satz macht die Dankbarkeit der Prostituierten im Raum Bonn gegenüber dem überkonfessionellen Verein „Mission Love“ deutlich. Dessen Vorsitzende, Nelly Seidel, erlebte in einem Mädchen- und Frauenhaus in Indien das oft unfassbare Leid der Betroffenen. Ein Leid, das es auch in Deutschland gebe, wo viele Frauen in der Zwangsprostitution lebten, mit psychischen und physischen Verletzungen. Ein Leid, das „Mission Love“ lindern will.

 

 


Schülerinnen und Schüler als Nachhaltigkeitsbotschafter

„Runder Tisch Klimabildung” stärkt Austausch und Praxis an Schulen

© Shane Rounce / unsplash.com / Fotoquelle: Bistum Trier
© Shane Rounce / unsplash.com / Fotoquelle: Bistum Trier

5.06.2026

 

Rund 50 Teilnehmende trafen sich Ende Mai zum „Runden Tisch Klimabildung“ in Hargesheim – mit Fokus auf Klimaschutz, Jugendbeteiligung und praxisnahe Ideen für den Unterricht.

 

Von Stefan Schneider

 

(Hargesheim/sts) – Rund 50 Teilnehmende haben sich Ende Mai zum „Runden Tisch Klimabildung“ an der Alfred-Delp-Schule in Hargesheim getroffen. Die etablierte Veranstaltungsreihe bringt regelmäßig Schulen, Bildungsverwaltung und weitere Akteure aus Rheinland-Pfalz in den fachlichen Austausch.  Auch engagierte Schülerinnen und Schüler sowie Mitglieder von Schulelternbeiräten der Kooperativen Gesamtschule, die sich in Trägerschaft des Bistums Trier befindet, diskutierten mit. 

Im Mittelpunkt standen die Themen natürlicher Klimaschutz und Jugendpartizipation. In Fachvorträgen und praxisorientierten Workshops wurden unter anderem Unterrichtskonzepte entwickelt, Materialien vorgestellt und Wege erarbeitet, wie Schülerinnen und Schüler aktiv in Klimaschutzprozesse eingebunden werden können. An der Veranstaltung beteiligt waren insbesondere das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität sowie das Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz, die gemeinsam mit weiteren Institutionen die schulische Klimabildung unterstützen und weiterentwickeln.

  

 


350. Todestag: Nordkirche würdigt Paul Gerhardt mit drei Nächten in allen Sprengeln

6.06.2026

 

(Eckernförde/Hamburg/Rostock/nk) - Anlässlich des 350. Todestages des evangelischen Liederdichters Paul Gerhardt (1607–1676) lädt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) im Juni zu einem besonderen Veranstaltungsformat ein: Die Paul‑Gerhardt‑Nacht findet erstmals in allen drei Sprengeln statt. Unter dem Titel „Krisen.Kraft.Kunst“ verbinden die Abende in Eckernförde (7. Juni), Hamburg (13. Juni) und Rostock (14. Juni) Musik, Poesie und Improvisation.

Ein deutliches Zeichen setzt die Nordkirche mit der gemeinsamen Schirmherrschaft: Die zwei Bischöfinnen und der Bischof haben jeweils in ihren Sprengeln die Patenschaft für die Paul-Gerhardt-Nacht übernommen. Sie werden bei der Veranstaltung im eigenen Sprengel vor Ort sein und die Abende mit persönlichen Grußworten begleiten.

Bischöfin Nora Steen: Kraft von Kunst, Musik und Gemeinschaft

Der Auftakt findet am kommenden Sonntag (7. Juni) im Sprengel Schleswig und Holstein in Eckernförde statt. Für Bischöfin Nora Steen steht die Trostkraft der Lieder - insbesondere in Krisenzeiten - im Mittelpunkt:

„‚Krisen.Kraft.Kunst‘ beschreibt treffend, was wir von Paul Gerhardt lernen können: Krisen haben nicht das letzte Wort. Seine Texte zeigen, wie Vertrauen, Kreativität und Hoffnung selbst in Zeiten großer Verunsicherung wachsen können. Gerade in einer Gegenwart, in der viele Gewissheiten ins Wanken geraten, brauchen wir die Kraft von Kunst, Musik und Gemeinschaft, die neue Perspektiven eröffnet und Menschen miteinander verbindet.“

Bischöfin Kirsten Fehrs: Sprache für Hoffnung und Zusammenhalt

Die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, betont die berührende Sprache Paul Gerhardts und die bleibende Ermutigung, auf Gott zu vertrauen:

„Paul Gerhardt hat eine Sprache gefunden, die hilft, dem Unfassbaren Worte zu geben. Seine Lieder eröffnen Räume, in denen Angst, Hoffnung und Sehnsucht ihren Platz haben. Und was für eine hoffende Gewissheit aus seinen Texten spricht! Gerade in wunden Zeiten brauchen wir solche Worte, die uns innerlich tragen und als Gesellschaft zusammenhalten. Nichts trifft die Sehnsucht der Menschen heute besser, finde ich. Zusammenkommen, nicht verloren gehen in all den Zertrennungen, zusammenhalten inmitten all der Unsicherheit. Hoffnung als bewusste Entscheidung – und als geistliche Kraft.“

Bischof Tilman Jeremias: Widerständige Zuversicht gegen die Verzweiflung

Tilman Jeremias, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern, hebt die existenzielle Dimension von Gerhardts Liedern hervor – entstanden in Zeiten von Krieg, Verlust und persönlichem Leid:

„Paul Gerhardt ist für mich ein Mensch, der inmitten von Unsicherheit Worte gefunden hat, die bis heute tragen. Dass er viele seiner so vertrauensvollen Lieder als Pastor mitten im Dreißigjährigen Krieg gedichtet hat, macht seine Sprache nur noch eindrücklicher. Seine Werke sind wie Resonanzräume für Vertrauen – gerade dann, wenn das Leben brüchig wird. Die Paul-Gerhardt-Nacht knüpft genau daran an. Sie zeigt, wie Kunst, Musik und Sprache uns helfen können, in schwierigen Zeiten Atem zu holen und neue Perspektiven zu gewinnen. Ich wünsche mir, dass diese Abende Menschen berühren, ermutigen und miteinander ins Gespräch bringen. Paul Gerhardt erinnert uns daran, dass aus Verletzlichkeit Kraft wachsen kann. Diese Erfahrung brauchen wir heute genauso wie damals.“

„Krisen.Kraft.Kunst“: Verbindung von Tradition und Gegenwart

Welche Kraft können Kunst und Glaube in unsicheren Zeiten entfalten? Paul Gerhardts Texte geben darauf bis heute Antwort. Sie verschweigen die Krisen des Lebens nicht, sondern verbinden sie mit Vertrauen und Hoffnung. Lieder wie „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ gehören zu den bekanntesten und meistgesungenen des evangelischen Gesangbuchs – eine poetische Anleitung zur Freude am Leben.

Die drei Abende verbinden Choräle von Paul Gerhardt mit zeitgenössischer Lyrik, Saxofon- und Orgelimprovisationen sowie poetischer Moderation. So entsteht eine künstlerische Collage zwischen Tradition und Gegenwart. Mit dabei ist unter anderem der vielfach ausgezeichnete Jazzmusiker Volker Holly Schlott.

Paul-Gerhardt-Nächte laden zur aktiven Beteiligung ein

Die Veranstaltungen beziehen auch das Publikum ein: Besucherinnen und Besucher können Gedanken und Gefühle auf Postkarten festhalten. Diese werden anschließend Teil eines gemeinsamen Banners und erweitern das Motto „Krisen.Kraft.Kunst“ um persönliche Stimmen.

So wird die Paul‑Gerhardt‑Nacht zu mehr als einem Konzert – zu einer Einladung, alte Worte neu zu hören und ihre Kraft für die Gegenwart zu entdecken.

Termine der Paul‑Gerhardt‑Nächte in der Nordkirche

• 7. Juni, 20 Uhr – St. Nicolai, Eckernförde

• 13. Juni, 20 Uhr – St. Andreas, Hamburg

 

• 14. Juni, 20 Uhr – St. Marien, Rostock


„Gott.Ich.Welt“

Veranstaltungsreihe startet am 7. Juni in Mayen/Kostenlose Tickets buchbar

Daniel Schmidt ist am 7. Juni im Format 'Talk Kirche - Gott.Ich.Welt' zu Gast in Mayen. Foto: © Marco Grundt
Daniel Schmidt ist am 7. Juni im Format 'Talk Kirche - Gott.Ich.Welt' zu Gast in Mayen. Foto: © Marco Grundt

5.06.2026

 

Kirche trifft Burgfestspiele - eine Kooperation bringt interessante Gäste nach Mayen

 

Von Julia Fröder

 

(Mayen/jf) – „Zwischen Hölle und Hoffnung“, „Unter Heiden“ und „Haltung und Resilienz“ – diese unterschiedlichen Titel vereint das Format „Talk Kirche – Gott.Ich.Welt“ der „exxtra“-Reihe der Burgfestspiele, die in Kooperation mit dem Pastoralen Raum Mayen und der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Koblenz stattfindet. Die Veranstaltungen mit Daniel Schmidt, Wirt der legendären Kiezkneipe Elbschlosskeller auf St. Pauli, Bestseller-Autor Tobias Haberl und Schauspielerin Verena Rendtorff finden im Alten Arresthaus (Stehbach 31) in Mayen immer sonntags von 14 bis 16 Uhr statt und sie sind für alle Interessierten kostenlos.

 

 


Ein Zeichen für die Menschenwürde

Nationalen Spiele der Special Olympics dieses Jahr im Saarland

Bei den Special Olympics gibt es auch ein Fußball-Turnier. (Symbolfoto) © SOBY/Geyer
Bei den Special Olympics gibt es auch ein Fußball-Turnier. (Symbolfoto) © SOBY/Geyer

5.06.2026

 

Über 4.000 Athlet*innen treten bei den Special Olympics – dem größten Multisport-Event für Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung – in mehr als 20 Sportarten an.

 

Von Stefan Schneider

 

(Saarbrücken/sts) – Manchmal geht es im Sport nicht nur um ein ‚Höher, schneller weiter‘, manchmal ist auch die gemeinsam erlebte Freude an der Bewegung der wahre Erfolg. Darum aber geht es bei der Teilnahme an den Special Olympics. Vom 15. bis 20. Juni sind deren Nationalen Spiele im Saarland. Über 4.000 Athleten werden an dem größten Sport-Event für Menschen mit geistiger Behinderung in mehr als 20 Sportarten an den Start gehen. Nach den Nationalen Spielen 2022 und den Weltspielen 2023, jeweils in Berlin, sind die Nationalen Sommerspiele im Saarland das größte Ereignis dieser Art in Deutschland. Auch das Bistum Trier, die katholischen Jugend- und Sportverbände und der diözesane Caritas-Verband sind dabei.  

 

 


Zwischen Wasserrad und Cappuccino: Ein Lied über die Heimat vor der Haustür

4.06.2026

 

Niddaer Autor und Musiker Gert Holle widmet der Mühlstraße einen Song – und entdeckt darin eine Botschaft, die weit über die Grenzen der Stadt hinausweist

(NIDDA/win). Es beginnt mit einem Spaziergang. Über die alte Steinbrücke, vorbei am Wasserrad der Stadtmühle, hinein in die Mühlstraße. Fachwerkhäuser säumen den Weg. Ein Barbier, der längst im Ruhestand sein könnte, schneidet noch immer gelegentlich Haare. Im Mühlencafé sitzen Menschen bei Kaffee und Kuchen. Wenige Schritte weiter locken türkische Spezialitäten. Am Ende der Gasse wartet der Marktplatz mit der „Traube“ und der Eisdiele Dolomiti.

Was für viele Niddaer Alltag ist, wurde für den Autor, Musiker und PR-Berater Gert Holle zur Inspiration für einen Song – und zu einer nachdenklichen Betrachtung über Heimat, Geschichte und die Menschen, die einen Ort prägen.

Unter dem Titel „Mill Street“ entstand eine englischsprachige Ballade, begleitet von Akustikgitarre und Mundharmonika. Ein dazu produziertes Video führt die Zuschauer genau dorthin, wo die Geschichte des Liedes spielt: auf einen Gang durch die Mühlstraße und zurück zur Brücke über die Nidda.

„Eigentlich wollte ich nur einen Song über eine Straße schreiben“, erzählt Holle. „Doch während des Schreibens wurde mir bewusst, dass die Mühlstraße viel mehr ist als eine Verbindung zwischen Brücke und Marktplatz. Sie erzählt die Geschichte einer Stadt und ihrer Menschen.“

 

 


Zusammenhalt fördern, Kirche und Gesellschaft stärken

Bonifatiuswerk zieht positive Bilanz für 2025: Fördersumme auf 11,7 Millionen Euro gestiegen – 989 Projekte unterstützt

Haben den Bonifatiuswerk-Finanzbericht vorgestellt: Osnabrücks Bischof Dr. Dominicus Meier OSB (Dritter von links) mit Bonifatiuswerk-Generalsekretär Msgr. Georg Austen (Zweiter von links) sowie (von links) Personalstelleninhaberin Rebecca Lögers da Silva, Bonifatiuswerk-Präsident Manfred Müller, Bonifatiuswerk-Geschäftsführer Ingo Imenkämper, Inga Schmitt, Pastoralreferentin für Glaubenskommunikation im Bistum Osnabrück, Domkapitular Dr. Martin Schomaker, Vorsitzender des diözesanen Bonifatiuswerkes im Bistum Osnabrück, sowie Zsofi Ketz und Anja Breer vom Projekt „Trude lädt ein“, Dr. Martina Kreidler-Kos, Leiterin des Seelsorgeamts im Bistum Osnabrück, und Hajo Klanke vom Projekt „Trude lädt ein“. Foto: Bonifatiuswerk/Matthias Band 

4.06.2026

 

(Osnabrück/Paderborn) -Solidarität und Unterstützung in Krisenzeiten: Mit 11,7 Millionen Euro hat das Bonifatiuswerk im vergangenen Jahr Christinnen und Christen in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora unterstützt. Damit hat sich die Fördersumme im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,3 Millionen Euro (+13,2 Prozent) erhöht. Mit dieser Summe wurden 989 Projekte in Regionen gefördert, in denen Katholikinnen und Katholiken ihren Glauben in einer Minderheitensituation leben. Diese Zahlen präsentierte das Bonifatiuswerk am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichtes gemeinsam mit Bischof Dr. Dominicus Meier OSB in Osnabrück.

 

 


Carmen Folz folgt auf Hubertus Kesselheim: Staffelübergabe in der Polizeiseelsorge im Saarland

Saar-Innenminister Reinhold Jost, Hubertus Kesselheim, Carmen Folz, Leiter der Landespolizeidirektion Saarland Eric Schweizer und Ulrich Stinner, Leiter der Abteilung Seelsorge und Lebenswelten im Bischöflichen Generalvikariat (von links). © Ute Kirch
Saar-Innenminister Reinhold Jost, Hubertus Kesselheim, Carmen Folz, Leiter der Landespolizeidirektion Saarland Eric Schweizer und Ulrich Stinner, Leiter der Abteilung Seelsorge und Lebenswelten im Bischöflichen Generalvikariat (von links). © Ute Kirch

Carmen Folz ist neue Polizeiseelsorgerin im Saarland, sie folgt auf Hubertus Kesselheim. Vertreter des Bistums, der Polizei sowie Innenminister Jost würdigten die Verdienste beider.

 

Von Ute Kirch

 

(Saarbrücken/uk) – Carmen Folz ist seit dem 1. Juni in Vollzeit die katholische Polizeiseelsorgerin für das Saarland. Die Gemeindereferentin folgt auf Pastoralreferent Hubertus Kesselheim, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht. Vertreter des Bistums Trier, der saarländischen Polizei sowie Innenminister Reinhold Jost haben am Montag die Verdienste beider im Rahmen einer offiziellen Staffelübergabe gewürdigt.

 

 


Du stellst meine Füße auf weiten Raum - Sommerempfang der Nordkirche im Schleswiger Dom

 

4.06.2026

 

(Schleswig/cl / dds) - Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) lädt am Donnerstag, den 04. Juni 2026, zum Sommerempfang unter dem Motto „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ in den St.-Petri Dom in Schleswig ein. Ministerpräsident Daniel Günther wird als Ehrengast des Sommerempfangs erwartet und mit einem Grußwort zu den Gästen sprechen. Darüber hinaus wird Bischöfin Nora Steen einen Impuls zum Thema „Freiheit“ halten, Pastor Friedemann Magaard als Vizepräses der Landessynode die Gäste begrüßen und Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt einen Abendsegen sprechen.


Freiheit, Begegnung und Dialog im freigeräumten Dom

 

Der diesjährige Empfang steht ganz im Zeichen der Freiheit – als gesellschaftliches, geistliches und persönliches Thema. Der Dom präsentiert sich im Rahmen der derzeit laufenden Projektzeit „FREItRAUM“ offen und neu gedacht: Statt klassischer Reihenbestuhlung erwartet die Gäste ein offener Stehempfang. Insgesamt ist der Sommerempfang in diesem Jahr interaktiver und musikalisch moderner gestaltet.


Ministerpräsident Daniel Günther sieht das Thema Freiheit in unmittelbarer Verbindung zum Thema Frieden: "Aber wir alle spüren angesichts der veränderten geopolitischen Lage zunehmend, dass wir sie nicht mehr als selbstverständlich nehmen dürfen. Freiheit braucht Schutz. Und Freiheit braucht Menschen, die für sie eintreten – nach außen wie nach innen. Wir erleben in weiten Teilen Europas, wie die Ränder unserer Demokratien wachsen. Umso wichtiger ist es, dass wir für eine offene, friedliche und freiheitliche Gesellschaft einstehen. Das macht unser Land aus: Schleswig-Holstein ist ein freies, offenes und friedliches Land, das seine Traditionen pflegt und zugleich den Blick nach vorn richtet. Das müssen wir uns bewahren, und dafür müssen wir jeden Tag gemeinsam eintreten.“


Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt und Bischöfin Nora Steen freuen sich auf den gemeinsamen Abend.  

Bischöfin Nora Steen ist es wichtig in ihrer Predigtstätte die Gäste spüren zu lassen, was Kirche zu unserer Zeit bewirken kann und wofür sie steht: „Freiheit braucht Raum, äußerlich wie innerlich. Mit dem Sommerempfang wollen wir Menschen zusammenbringen, Gespräche ermöglichen und zeigen, wie Kirche offen, zugewandt und mitten in gesellschaftlichen Debatten präsent sein kann.“  

Landesbischöfin Kristina KühnbaumSchmidt betont die geistliche Grundlage kirchlichen Handelns und rückt die von Gott geschenkte Freiheit in den Mittelpunkt: „Als Christenmenschen leben wir in der Freiheit der Kinder Gottes. Das bedeutet, die Würde des anderen zu achten, einander respektvoll zu begegnen, Verantwortung zu teilen und im Vertrauen auf Gottes Zukunft Wege des Miteinanders zu suchen. Ich freue mich sehr, dass Bischöfin Steen diese Thematik in den Mittelpunkt des Sommerempfangs stellt – und ich freue mich auf die Begegnungen und Gespräche an diesem Abend.“ 


Der Vizepräses der Landessynode, Pastor Friedemann Magaard, erklärt: „Freiheit lebt davon, dass Menschen sich einbringen und Verantwortung teilen. Unser Sommerempfang macht sichtbar, wie vielfältig das Engagement in der Nordkirche ist. Es lebt von Ehrenamtlichen, die mit Herzblut gestalten, die verlässlich Verantwortung übernehmen und oft auch frischen Wind in unsere Arbeit bringen. Das stärkt unsere Kirche auf dem gemeinsamen Weg.“

 

Interaktive Mitmachstände und modernes Programm der Nordkirche

 

Mitmach- und Präsentationsstände im Dom laden die Gäste aus Politik, Wirtschaft, Justiz und Gesellschaft dazu ein, mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren aus den Arbeitsbereichen der Nordkirche ins Gespräch zu kommen und hier unterschiedliche Perspektiven auf Freiheit kennenzulernen:  
Das Referat Kirche und Tourismus lädt mit einer „Oase der Freiheit“ samt Planschbecken zum Innehalten ein. Erstmals wird zudem eine Schaukel im Schleswiger Dom installiert.
Die Gefängnisseelsorge macht mit einer Gefängniszelle erfahrbar, wie Kirche Menschen begleitet, denen Freiheit entzogen wurde.
Die Junge Nordkirche setzt sich mit Freiheit und Verantwortung auseinander und lädt dazu ein, symbolische Mauern einzureißen.
Die Flüchtlingsarbeit der Nordkirche informiert über die Schicksale von Menschen auf der Flucht und stellt die Seenotrettungsinitiative United4Rescue vor.  

So verbindet der diesjährige Sommerempfang gesellschaftliche Debatten mit ungewöhnlichen Installationen und persönlichen Begegnungen


Klinik Clowns Koblenz mit dem Susi-Hermans-Preis ausgezeichnet

Sozialdienst katholischer Frauen würdigt ehrenamtliches Engagement

Die Klinik Clowns mit Marie-Theres Schwaab (li), die den Vorschlag für den Ehrenamtspreis eingereicht hatte. Foto: © Anette Lauf
Die Klinik Clowns mit Marie-Theres Schwaab (li), die den Vorschlag für den Ehrenamtspreis eingereicht hatte. Foto: © Anette Lauf

Im Jahr 2025 leisteten die Klinik Clowns Koblenz 132 ehrenamtliche Einsätze. Dafür wurden sie nun vom Sozialdienst katholischer Frauen gewürdigt.

 

3.06.2026

 

(Koblenz/bt) – Mit roter Nase, bunter Schminke und lustigen Streichen zaubern sie kranken Menschen ein Lächeln ins Gesicht: die Klinikclowns aus Koblenz. Dafür hat ihnen der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) am 27. Mai in der Alten Kirche in Koblenz-Güls den Susi-Hermans-Preis für herausragendes ehrenamtliches Engagement verliehen. Alle zwei Jahre vergibt der SkF Koblenz e. V. im Namen des Vorstandes der Susi-Hermans-Stiftung den Preis an Menschen oder Gruppen, die sich in besonderer Weise für andere einsetzen und damit das soziale Miteinander in Koblenz und der Region stärken. 

 

 


„Mut zur Hoffnung!“

Bonifatiuswerk-Generalsekretär Msgr. Georg Austen wird durch die Benefizveranstaltung in der Marktkirche führen. Foto: Hartmut Salzmann
Bonifatiuswerk-Generalsekretär Msgr. Georg Austen wird durch die Benefizveranstaltung in der Marktkirche führen. Foto: Hartmut Salzmann

3.06.2026

 

(Paderborn/bfw) - Bonifatiuswerk lädt am Libori-Mittwoch zu einer hoffnungsvollen und inspirierenden Benefizveranstaltung mit Stefan Gödde, Steffi Neu, Samuel Rösch und Michael Herberger ein

 

Was gibt Menschen Halt, wenn vieles unsicher erscheint? Was trägt und stärkt im Alltag? Diesen Fragen widmet sich das Bonifatiuswerk während der Libori-Woche am Mittwoch, 29. Juli, ab 19.00 Uhr in der Paderborner Marktkirche. Unter dem Titel „Mut zur Hoffnung! Gedanken, Geschichten und Musik“ erwartet die Besucher ein inspirierender Abend mit persönlichen Gesprächen, bewegenden Impulsen und musikalischen Momenten. Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden gebeten.

 

 


„Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte gelten für jeden“

Landesbischöfin Heike Springhart zeigt sich besorgt nach Verhaftung von junger Palästinenserin

3.06.2026

 

(Karlsruhe/Birzeit/ekiba) - In Birzeit, im Westjordanland, ist am Dienstagmorgen (2. Juni) die palästinensische Christin Natalie Abudayyeh von israelischen Sicherheitskräften in ihrer Studentenwohnung festgenommen worden. Darauf machte Imad Haddad, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land, zu dessen Kirche die Studentin gehört, in einem Statement aufmerksam. Nach seinen Angaben wurde sie gemeinsam mit drei weiteren Frauen mit Waffengewalt festgenommen. Der Aufenthaltsort der Studentin wurde nicht genannt.

Bischof Haddad zeigte sich tief erschüttert über den Vorfall. Er forderte die sofortige Freilassung Abudayyehs und kritisierte, dass sie sich nun in einer Situation befinde, die viele Palästinenserinnen und Palästinenser beträfe: Haft ohne Anklage und Gerichtsverfahren. Die Evangelisch-Lutherische Kirche stehe in Solidarität mit der Familie sowie den betroffenen Gemeinden und bete für die Sicherheit der Festgenommenen.

 

 

Auch die badische Landesbischöfin Heike Springhart äußerte sich besorgt, als sie von dem Vorfall erfuhr, und betet für die Studentin. „Rechtsstaatliche Prinzipien und die Menschenrechte gelten für jeden Menschen – egal, welcher Religion sie oder er angehört. Das gilt auch für die Menschen in Israel und Palästina.“ Zugleich betonte Springhart, dass Willkür und Gewalt auf allen Seiten nicht weiter eskalieren dürfen. „Maßstab allen Handelns muss sein, die Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben in der Zukunft zu stärken. Festnahmen wie die von Natalie Abudayyeh  gehören nicht dazu.“ 


Klimabeirat der Nordkirche nimmt Arbeit auf

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum‑Schmidt betont Bedeutung des Engagements für Klimagerechtigkeit

  

2.06.2026

 

Der Klimabeirat der Nordkirche konstituiert sich am 2. Juni 2026 in Lübeck. Landesbischöfin Kristina Kühnbaum‑Schmidt betont die Bedeutung des Engagements für Klimaschutz, Klimagerechtigkeit und die Umsetzung der ambitionierten Ziele der Nordkirche.

 

(Schwerin/Lübeck/dds). -Mit der konstituierenden Sitzung nimmt heute (2. Juni 2026) der Klimabeirat der Evangelisch‑Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) seine Arbeit auf. Das Gremium wurde von der Landessynode im September 2025 im Zuge der Weiterentwicklung des Klimaschutzgesetzes der Nordkirche eingerichtet. Landesbischöfin Kristina Kühnbaum‑Schmidt würdigt die Bedeutung des neuen Beirates: „Ich freue mich, dass Menschen unterschiedlicher Generationen und Fachrichtungen sich gemeinsam über die künftige Klimaschutzstrategie und den Klimaschutzplan unserer Landeskirche verständigen wollen. Die Nordkirche hat sich ambitionierte Ziele gesetzt, die entschlossen und verlässlich umgesetzt werden sollen.“

 

Breite Expertise für Zukunftsaufgaben 

 

Mit Blick auf die aktuelle Lage betont Kristina Kühnbaum‑Schmidt, die auch Beauftragte für Schöpfungsverantwortung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, die Dringlichkeit des kirchlichen Engagements: „Wie wichtig unser Einsatz ist, zeigt der jüngste Prüfbericht des Expertenrats für Klimafragen. Er macht deutlich, dass die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung wohl nicht ausreichen, um die gesetzlich verankerten Klimaziele zu erreichen. Auch deshalb braucht es starke gesellschaftliche Akteure wie die Kirchen, die Verantwortung übernehmen und entsprechend handeln.“

 

Impulse für die Klimaschutzstrategie der Nordkirche

 

Der Klimabeirat wird künftig die Kirchenleitung beraten, Maßnahmen begleiten und Impulse für die Weiterentwicklung der Klimaschutzstrategie der Nordkirche geben. Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung stehen unter anderem die Wahl des Vorsitzes, die Bildung von Ausschüssen sowie eine Präsentation zur Strategie der Gebäudetransformation durch GP JOULE Consult.

 

Hintergrund: Nordkirche und Klimaschutz

 

 

Als eine der ersten Landeskirchen hat die Nordkirche 2022 ein Klimaschutzgesetz verabschiedet. Diese wurde im September 2025 von der Landessynode neu gefasst und geschärft. Es verpflichtet alle kirchlichen Ebenen zu konkreten Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Bis 2040 soll die Nordkirche treibhausgasneutral werden. Als Zwischenziel sollen die Emissionen bis 2035 um 90 Prozent reduziert werden. Zudem wurde die Verpflichtung, mindestens 0,8 Prozent der Kirchensteuerzuweisungen für Klimaschutzmaßnahmen zu verwenden, bis zum Haushaltsjahr 2040 verlängert. Ziel sind die Reduktion der Emissionen in den Bereichen Gebäude, Landnutzung und Mobilität sowie der Ausbau erneuerbarer Energien auf kirchlichen Flächen und die Förderung nachhaltiger Beschaffung sowie eine klimabewusste Verwaltungspraxis. 


Bischof Tilman Jeremias würdigt Güstrower Dom als „Zentrum gelebten Glaubens“

Zum Jubiläum 800 Jahre

3.06.2026 

 

 

Zum 800‑jährigen Jubiläum des Güstrower Doms betont Bischof Tilman Jeremias die geistliche Bedeutung des Bauwerks und dankt allen, die das Erbe des Domes bewahren und die Festwoche gestalten.

 

(Greifswald/dds). Der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch‑Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Tilman Jeremias, hat beim heutigen Festakt (2. Juni 2026) das Jubiläum „800 Jahre Güstrower Dom“ gewürdigt. Der Bischof hob die besondere spirituelle Kraft des historischen Bauwerks hervor und dankte allen, die das Erbe des Domes tragen und lebendig halten.

„Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth!“ – diesem Vers aus Psalm 84 hob Tilman Jeremias besonders hervor. Der Dom sei seit acht Jahrhunderten ein „geistliches Zentrum gelebten christlichen Glaubens“ und ein Ort, der Menschen über Generationen hinweg geprägt habe, betonte der Bischof.

 

Eine Gemeinde, die für alle Generationen da ist

 

Bischof Tilman Jeremias erinnerte in seiner Würdigung des Domjubiläums an den festlichen Familiengottesdienst am Wochenende, der gezeigt habe, „dass dieser Dom nicht nur aus soliden Backsteinen besteht, sondern aus lebendigen Steinen – einer Gemeinde, die für alle Generationen da ist“. Die Vielfalt und Kreativität der Gemeinde sei ein sichtbares Zeichen dafür, wie Kirche heute Menschen verbinde. Besonders persönlich wurde Tilman Jeremias beim Blick auf das berühmte Kunstwerk „Der Schwebende“ von Ernst Barlach. Die Skulptur sei für ihn ein Ort der Stille und des Friedens. „Ein Mahner zum Frieden – umso aktueller, da sie einst als ‚entartet‘ entfernt wurde.“, so der Bischof.

 

Ein Zentrum – geistlich, historisch und gemeinschaftlich

 

Tilman Jeremias verwies zudem auf die enge Verbindung des Domes mit dem kirchlichen Leben im Sprengel: Synodengottesdienste, Feiern mit dem Johanniterorden und die jährliche Rüstzeit der Pastorinnen und Pastoren im Probedienst fänden regelmäßig hier statt. „Der Güstrower Dom ist ein Zentrum unseres Kirchenkreises – geistlich, historisch und gemeinschaftlich.“, betonte er.  Zum Abschluss dankte Bischof Jeremias allen, die das Jubiläum vorbereitet haben: „Ich gratuliere im Namen der Nordkirche sehr herzlich und danke allen, die wissen, welche Verantwortung mit diesem Erbe verbunden ist.“

 

Hintergrund: Der Güstrower Dom

 

Der Güstrower Dom St. Maria, St. Johannes Evangelista und St. Cäcilia gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der norddeutschen Backsteingotik. Er wurde 1226 als Kollegiatstift durch den mecklenburgischen Fürsten Heinrich Borwin II. gegründet und 1335 geweiht. Nach der Reformation wurde das Stift 1552 aufgehoben, und der Dom 1565–1568 zur protestantischen Hofkirche umgebaut. Er diente zudem als Grablege der mecklenburgischen Herzöge bis 1695. Berühmt ist die Skulptur „Der Schwebende“ von Ernst Barlach (1927), ein Ehrenmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs. Sie wurde in der NS‑Zeit als „entartete Kunst“ entfernt und später als Neuguss wieder im Dom angebracht.

 

 


Schmerzhafter Abschied von St. Hildegard

Profanierung der Kirche in Sulzbach-Neuweiler

Zahlreiche Gläubige kamen zur Profanierung der Kirche St. Hildegard in Sulzbach-Neuweiler. © Oliver Morguet/BIP Saar
Zahlreiche Gläubige kamen zur Profanierung der Kirche St. Hildegard in Sulzbach-Neuweiler. © Oliver Morguet/BIP Saar

2.06.2026

 

Nach 69 Jahren endete die Geschichte der St.Hildegard-Kirche in Neuweiler als Gotteshaus. Der Messe zur Profanierung stand Weihbischof Jörg Peters vor.

 

Von Oliver Morguet/BIP Saar

 

(Sulzbach-Neuweiler/om) – „Die Profanierung der Kirche St. Hildegard bedeutet nicht den Auszug Gottes aus Neuweiler“, tröstete Weihbischof Jörg Michael Peters die zahlreichen Gläubigen, die sich am Sonntag, 31. Mai, zum letzten Mal zu einem Gottesdienst in dem mittlerweile unter Denkmalschutz stehenden Gotteshaus versammelt hatten. Peters war für den früheren Trierer Generalvikar Ulrich von Plettenberg eingesprungen, der den Gottesdienst eigentlich hätte halten sollen.

 


Wunschzettel an Friedrich Merz

Gregor Bell und Julia Fröder. Foto: © Marco Wagner/CV Koblenz
Gregor Bell und Julia Fröder. Foto: © Marco Wagner/CV Koblenz

 

1.06.2026

 

(Trier/jf) - Der Podcast „himmelwärts und erdverbunden“ blickt dieses Mal auf das Leben von Menschen mit Migrationsgeschichte. Gregor Bell vom Migrationsdienst der Caritas Koblenz spricht über Integration, politische Rahmenbedingungen und Willkommenskultur.

 

Von Julia Fröder

 

 

Zwischen Klischee und Realität: Wie leben Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland – und wie verändert sich der Blick auf sie? In dieser Folge von “himmelwärts und erdverbunden” spricht Julia Fröder mit Gregor Bell vom Migrationsdienst der Caritas Koblenz über politische Rahmenbedingungen, persönliche Schicksale und den langen Weg der Integration. Es geht um Hoffnungen und Hürden, um Willkommenskultur – und was davon übriggeblieben ist.


Arche-Gründer Bernd Siggelkow wird Vordenker 2026

Arche-Gründer Bernd Siggelkow / Quelle: Die Arche Kinderstiftung, Antonia Legand
Arche-Gründer Bernd Siggelkow / Quelle: Die Arche Kinderstiftung, Antonia Legand

30.05.2026

  • Jury unter Vorsitz des Wirtschaftsweisen Prof. Dr. Gabriel Felbermayr würdigt Siggelkows Einsatz für die „Stärkung der Heranwachsenden für ein eigenständiges Leben mit Schulbildung, Herzensbildung und Sozialbildung“.
  • Vordenker Forum ehrt seit fast 20 Jahren herausragende Persönlichkeiten, die die Zukunft unserer Gesellschaft maßgeblich mitgestalten.
  • Bekanntgabe des Preisträgers zum Internationalen Kindertag am 1. Juni

 

(Kassel/ps) – Bernd Siggelkow, Gründer und Vorstand der Stiftung „Die Arche“ – christliches Kinder- und Jugendwerk – wird mit dem Vordenker-Preis 2026 ausgezeichnet. Das Vordenker Forum ehrt seit fast 20 Jahren herausragende Persönlichkeiten, die die Zukunft unserer Gesellschaft maßgeblich mitgestalten. Ziel der Preisverleihung durch eine unabhängige Jury* ist es, den gesellschaftlich wichtigen Themen „Mutiges Vordenken und tatkräftiges Handeln“ Aufmerksamkeit und Gewicht zu verleihen. Die Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers erfolgt zum Internationalen Kindertag am 1. Juni.

 


St.-Matthias-Pilgergemeinschaft: Zum 30. Mal unterwegs

24 Pilgerinnen und Pilger aus Ulmen und Umgebung machten sich gemeinsam auf den Weg zur 30. St.-Matthias-Wallfahrt nach Trier. © Wilfried Puth
24 Pilgerinnen und Pilger aus Ulmen und Umgebung machten sich gemeinsam auf den Weg zur 30. St.-Matthias-Wallfahrt nach Trier. © Wilfried Puth

1.06.2026

 

Die Ulmener St.-Matthias-Pilgergemeinschaft hat sich in diesem Jahr zum 30. Mal auf den Weg nach Trier gemacht.

 

Von Wilfried Puth/Paulinus Wochenzeitung im Bistum Trier

 

(Ulmen/Trier/wp/bt) - . Das diesjährige Leitwort der St. Matthias-Wallfahrten zum Apostelgrab in Trier lautete „Auf dem Weg der Freude“. 24 Pilgerinnen und Pilger der St.-Matthias-Pilgergemeinschaft Ulmen waren unter diesem Motto zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Trier – einige davon schon zum 30. Mal seit der Wiederbelebung der traditionellen Wallfahrten von Ulmen zum Apostelgrab. 

 

 


Ehepaar Bertram in Schwerin ordiniert

Bischof Jeremias: „Ein Auftrag, ein Geist, ein Glaube – welch ein Reichtum!“

 

1.06.2026

 

Am Sonntag (31. Mai 2026) hat Bischof Tilman Jeremias das Ehepaar Kristina und Michael Bertram im Schweriner Dom ordiniert. In seiner Ansprache würdigte er ihre Wege in den Dienst, ihre unterschiedlichen Biografien und die Kraft ihrer Ordinationssprüche für zwei sehr verschiedene Stadtteile Schwerins.

 

(Greifswald/Schwerin/dds) - In einem festlichen Gottesdienst im Dom zu Schwerin hat Bischof Tilman Jeremias (Sprengel Mecklenburg und Pommern) am Sonntag (31. Mai 2026) Kristina und Michael Bertram ordiniert. Kristina Bertram beginnt ihren Dienst in der Evangelisch‑Lutherischen Petrusgemeinde Schwerin, Michael Bertram in der Evangelisch‑Lutherischen Domgemeinde Schwerin. Die Ordinationssprüche der beiden lauten Jesaja 40,31 für Pastorin Kristina Bertram („Die auf den Herrn hoffen, gewinnen neue Kraft; sie steigen auf mit Flügeln wie Adler.“) und 1. Korinther 12,4–6 für Pastor Michael Bertram („Es sind verschiedene Gaben, aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.“).

 

„Welch ein Glück und Segen für die Stadt“

In seiner Ansprache hob Bischof Tilman Jeremias die Bedeutung dieses Tages hervor: „Ordination zu feiern ist ein großes Fest.“ Er betonte: „Welch ein Glück und Segen für die Stadt und uns als Sprengel, dass ihr beide als Ehepaar hier beginnt und damit eine in dieser Stadt noch vor Kurzem kaum vorstellbare pastorale Personalnot beendet.“ Der Bischof hob die konkrete Verantwortung vor Ort hervor: „Mit der Ordination werdet ihr von eurer Landeskirche mit der Verkündigung des Wortes und der Verwaltung der Sakramente beauftragt. (…) Noch wichtiger ist der Segen, der euch gleich zugesprochen wird. Ihr seid nicht allein als Pastorin und als Pastor.“

 

Unterschiedliche Einsatzorte - gemeinsame geistliche Grundlage

Mit Blick auf die unterschiedlichen Biografien des Paares sagte der Bischof: „Liebe Kristina, (…) durch Ihre Migrationsgeschichte bringen Sie Erfahrungen und Gespür mit für viele Menschen in der Petrusgemeinde, die vergleichbare Biografien mitbringen. (…) Lieber Michael, (…) umso mehr sind wir dankbar, dass Sie jetzt beide hier Ihren Dienst tun möchten, in zwei Gemeinden, die gar nicht so weit voneinander entfernt sind, aber sehr unterschiedlich geprägt sind.“ Tilman Jeremias beschrieb die Gegensätze der Einsatzorte – Innenstadt und Dreesch – und die gemeinsame geistliche Grundlage: „Hier edelste Kirchenmusik, Arbeit mit Touristinnen und Touristen, viele repräsentative Aufgaben, dort Tafelarbeit, mehrsprachige Gottesdienste, Kirchenasyl. Bei allen Unterschieden aber ein Auftrag, ein Geist, ein Glaube. Welch ein Reichtum!“

 

Die Ordinationssprüche als Wegweiser

Zu den biblischen Zusprüchen sagte der Bischof an Michael Bertram über 1. Korinther 12,4–6: „Der eine Gott sorgt dafür, dass sehr unterschiedliche Menschen all diese ihre Gaben einsetzen können und dennoch die Einheit gewahrt bleibt. (…) Letztlich sind nicht wir es, die irgendetwas bewirken können, Gott ist es allein durch seine Geistkraft.“ Zum Jesaja-Wort für Kristina Bertram führte er aus: „Wenn wir hoffen, auch in vermeintlich auswegloser Lage, wenn wir unser Vertrauen immer wieder neu Gott schenken, können uns Kräfte zuwachsen wie einem Adler, der sich in höchste Höhen erhebt.“ Seinen Zuspruch an das Ehepaar fasste Tilman Jeremias wie folgt zusammen: „Dass ihr immer wieder mit der Energie des Geistes Gottes erfüllt werdet und dadurch neuen Mut gewinnt in herausfordernden Zeiten für Kirche und Gesellschaft.“

Zwei Wege in eine Stadt

Kristina Bertram wurde 1998 in Tscherkassy in der Ukraine geboren. Als Spätaussiedler kam die kirchenferne Familie 2000 nach Deutschland, wo die spätere Pastorin in Düsseldorf aufwuchs. Nach ihrem Abitur 2016 in Düsseldorf entschied sie sich – nachdem sie als Bodenstewardess am Düsseldorfer Flughafen gearbeitet hatte – aus Neugier für ein Theologiestudium an der Ruhr‑Universität Bochum. Dort lernte sie ihren Mann kennen. Sie ließ sich 2018 taufen und heiratete noch im selben Jahr. Nach erfolgreichem erstem theologischen Examen in Hamburg absolvierte sie ihr Vikariat im Dorf Zarpen in der Nähe Lübecks.

Michael Bertram wurde 1997 in Dortmund geboren. Schon früh ging er mit seinen Eltern zu Gottesdiensten. Der christliche Glaube spielte immer eine große Rolle in seinem Leben, sodass er nach seinem Abitur 2016 in Castrop‑Rauxel „etwas mit seinem Glauben machen“ wollte. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr mit vielen Einsätzen als Inklusionskraft an Dortmunder Grund- und weiterführenden Schulen entschied er sich für das Theologiestudium an der Ruhr‑Universität Bochum. Dort lernte er im ersten Semester auch seine Frau kennen. Nach erfolgreichem Examen in Hamburg hatte er sein Vikariat in Lübeck.

Kirche als Leuchtturm gegen Hoffnungslosigkeit

Beide sehen ihren Dienst in Schwerin als Chance, Kirche neu erfahrbar zu machen. „Es gibt so viele Möglichkeiten für Kirche hier in Schwerin. Und es ist auch unsere Aufgabe, diese Möglichkeiten zu nutzen. Kirche kann ein Leuchtturm gegen Hoffnungslosigkeit und Enttäuschungen sein“, so Pastor Michael Bertram. Für Pastorin Kristina Bertram ist ein wichtiges Anliegen, die Petrusgemeinde auf dem Dreesch mit anderen Akteuren der Zivilgesellschaft einerseits und den anderen Kirchengemeinden andererseits zu verbinden: „Es gibt so viele tolle Initiativen und Programme für den Dreesch. Als Petrusgemeinde können wir ein Mosaikstein für einen lebendigen Dreesch sein. Und wenn wir als Kirche in Schwerin stärker zusammenwachsen, können wir auch noch mehr für diese Stadt leisten.“

Hintergrund Ordination

 

Mit der Ordination (lateinisch: ordinatio – Amtseinsetzung) werden den Geistlichen die Rechte und Pflichten einer Pastorin und eines Pastors feierlich zugesprochen. Nach dem Studium der Evangelischen Theologie und der zweijährigen praktischen Ausbildung in Kirchengemeinden und im Predigerseminar (Vikariat) beginnt mit der Ordination der Dienst in der Nordkirche. Dazu gehören die öffentliche Wortverkündigung, die Sakramentsverwaltung (Taufe und Abendmahl) und die Seelsorge.


CSD Saarbrücken 2026: Kirche trifft Queer

Mit einem Stand auf der Regenbogenmeile des CSD SaarLorLux war das Café Exodus gemeinsam mit Firmbewerber*innen vertreten. Foto: © Ute Kirch
Mit einem Stand auf der Regenbogenmeile des CSD SaarLorLux war das Café Exodus gemeinsam mit Firmbewerber*innen vertreten. Foto: © Ute Kirch

1.06.2026

 

Das Jugendcafé Exodus und Arbeitskreis Queer des Bistum Trier waren mit einem Stand bei Christopher Street Day SaarLorLux vertreten.

 

Von Ute Kirch

 

(Saarbrücken/uk) – In Saarbrücken sind am Wochenende beim Christopher Street Day (CSD) SaarLorLux tausende Menschen durch die Innenstadt gezogen, um für die Rechte der queeren Community zu demonstrieren. Das diesjährige Motto des CSD war „Ja, ich will – ins Grundgesetz! Artikel 3+ jetzt!“. Dort soll, wenn es nach den Organisatoren geht, der Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität mit aufgenommen werden.

 


Himmelsbühne und Segensgondel: Kirchen laden zum Hessentag ein

Unter dem Motto „Im Herzen eins“ gibt es ein breites ökumenisches Angebot in Fulda

 

30.05.2026

 

(ulda/dwh) - Wenn vom 12. bis 21. Juni 2026 in Fulda der Hessentag gefeiert wird, sind die Kirchen mit einem vielfältigen Programm präsent: mit Musik, Begegnung, Kultur, spirituellen Angeboten und besonderen Momenten über den Dächern der Stadt. Unter dem Motto „Im Herzen eins“ gestalten das Bistum Fulda, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) erstmals ein gemeinsames ökumenisches Angebot mit rund 110 Veranstaltungen an vier verschiedenen Orten. Unterstützt werden die Aktivitäten von der Diakonie Hessen und dem Caritasverband für die Diözese Fulda. Mehr als 170 Ehrenamtliche tragen das Programm mit und sorgen für Gastfreundschaft.

Für den Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber schafft der Hessentag Räume für Begegnung und Austausch zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft. „Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht selbstverständlich ist, sind solche Räume von großer Bedeutung“, sagt Gerber und ergänzt: „Menschen kommen miteinander in Kontakt, haben gemeinsame Erlebnisse und können neue Zugänge zueinander finden.“

 

Die Bischöfin der EKKW, Dr. Beate Hofmann, lenkt den Blick auf die Zusammenarbeit über Konfessionsgrenzen hinweg: „Dass sich evangelische und katholische Kirche zum Landesfest erstmals gemeinsam präsentieren, zeigt, was Ökumene heute heißt: gemeinsam für die Menschen da sein. Wir wünschen uns, dass diese ökumenische Verbundenheit über den Hessentag hinaus weiterwächst und sichtbar bleibt“, so die Bischöfin.  

 

„Die diesjährige Hessentagskirche lädt dazu ein, über multimediale Installationen einen neuen Zugang zu biblischen Geschichten zu finden. Das mag eine ungewöhnliche Einladung sein: durch neueste Medien zu uralten Texten der Menschheit, aber ganz sicher eine spannende“, sagt Prof. Dr. Christiane Tietz, Kirchenpräsidentin der EKHN, mit Verweis auf das Angebot in der Fuldaer Stadtpfarrkirche.

 

Spirituelle Angebote, Kultur und Begegnung an vier verschiedenen Orten
Dort wird das gemeinsame Programm am Freitag, 12. Juni, um 18 Uhr eröffnet. Während des gesamten Landesfestes wird die Stadtpfarrkirche (Unterm Heiligen Kreuz 1) zur Hessentagskirche, der „Herzmitte“.  Zwei stündlich wechselnde multimediale Inszenierungen nehmen die Besucherinnen und Besucher rund 15 Minuten mit auf eine Reise durch biblische Herzensgeschichten. Täglich um 13.15 Uhr erklingt dort Orgelmusik, um 17.15 Uhr folgen Posaunenserenaden, ab 22.15 Uhr gibt es einen „Impuls zur Nacht“.

Darüber hinaus gestalten die Kirchen zusammen drei weitere besondere Orte: Auf der Himmelsbühne in den Fulda-Auen („Herzklang“) wird es Konzerte, Beiträge und ein Familienprogramm geben. Rund 1.000 Grundschulkinder werden zum gemeinsamen Singen erwartet. Am Montag, 15. Juni, findet dort ein Inklusionstag mit interaktiven Stationen statt.

Die Severikirche in der Fuldaer Innenstadt lädt unter dem Motto „Herzzeit“ zum Innehalten ein, und in der Segensgondel des Riesenrads („Herzblick“) können Besucherinnen und Besucher den Hessentag aus einer neuen Perspektive und zugleich einen besonderen Segensmoment erleben: Täglich von 15 bis 19 Uhr sowie beim Nacht-Special am Freitag und Samstag, 19. und 20. Juni, 19 bis 21 Uhr, verbinden sich Weitblick, Ruhe und persönlicher Zuspruch zu einem besonderen Erlebnis.

 

Höhepunkt: Ökumenischer Hessentags-Gottesdienst am 14. Juni
Am Sonntag, 14. Juni, 10 Uhr, verwandelt sich die Fuldaer Domplatzarena in die wohl größte Open-Air-Kirche des Landes. Unter dem Motto „Im Herzen eins“ laden die Kirchen zum großen ökumenischen Hessentags-Gottesdienst ein. Zusammen mit Bischöfin Hofmann und Bischof Gerber soll spürbar werden, was gelebte Ökumene bedeutet. Die „Mambo Kingx“, der ökumenische Hessentagschor mit rund 120 Sängerinnen und Sängern sowie ein 160-köpfiger Posaunenchor gestalten den Gottesdienst mit. Außerdem bringen Dennis Martin und Ethan Freeman musikalische Elemente aus dem Musical Bonifatius auf die Bühne. Geplant ist ferner ein Auftritt von Kindern aus Grundschulen, Kitas und Kinderchören, die das eigens für den Hessentag komponierte Lied „Im Herzen eins“ anstimmen.

 

Bläsermusik zum Landesposaunentag am 20. Juni
In ein großes Fest der Bläsermusik verwandelt sich der Hessentag am Samstag, 20. Juni: Der erste ökumenische Landesposaunentag bringt Musikerinnen und Musiker aus der EKKW, der EKHN und dem Bistum Fulda zusammen. Besucherinnen und Besucher erwarten beeindruckende Klangmomente – von festlichen Chorälen bis zu modernen Arrangements.  Musik und Gemeinschaft verspricht zudem der Festgottesdienst „Gott gab uns Atem“. Ab 18 Uhr sorgt das Ensemble „Genesis Brass“ auf der Himmelsbühne mit mitreißenden Rhythmen für echte Festivalatmosphäre.

 

Abschlussgottesdienst auf der Hessenbühne am 21. Juni
Den feierlichen Abschluss bildet der Gottesdienst „Vom Kopf zum Herz“ am Sonntag, 21. Juni, um 10 Uhr auf der Hessenbühne (Universitätsplatz), gestaltet von Dekan Dr. Thorsten Waap und Dechant Stefan Buß. Direkt im Anschluss ziehen die Kirchen mit einem bunten, kreativen Wagen beim großen Hessentags-Festzug mit, um zu zeigen: Kirche ist mitten im Leben – bunt, fröhlich und nah bei den Menschen.

Ausführliche Informationen zum Programm und aktuelle Beiträge gibt es auf der Internetseite https://www.im-herzen-eins.info

 

 


Expertengespräch mit Michael Brendel und Pfr. Dr. Jochen Reidegeld zur neuen KI-Enzyklika des Papstes: KI braucht einen ethischen Kompass

29.05.2026

 

(Lingen /Ems /lwh) - Die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz sind weniger technischer als vielmehr ethischer Natur. Auf diese Einschätzung verständigten sich KI-Experte und LWH-Studienleiter Michael Brendel sowie der LWH-Studienbeauftragte Pfarrer Dr. Jochen Reidegeld in einer Diskussion über die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. Mit „Magnifica Humanitas“ ruft der Papst offensiv das „Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ aus und macht deutlich, dass KI längst keine Zukunftsvision mehr ist.

 

Im Mittelpunkt der Enzyklika steht nach Ansicht der beiden Experten die Frage nach dem Menschenbild. Reidegeld verweist auf das Bild von „Babel und Jerusalem“, das Papst Leo XIV. verwendet. KI könne entweder zu grenzenloser Optimierung und Machtstreben führen oder dem gemeinsamen Aufbau einer menschlichen Gesellschaft dienen. Entscheidend sei deshalb nicht, ob KI gut oder schlecht sei, sondern ob sie „dem Guten dient“.

 

 


Bundespräsident empfängt Präsident Uchtdorf im Schloss Bellevue

Gespräch mit Vertreter der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage über Dienst am Nächsten und gesellschaftliches Engagement

(mit freundlicher Genehmigung des Bundespräsidialamtes der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung gestellt) - Quelle: Federal President of Germany Welcomes President Uchtdorf to Bellevue 

29.05.2026

 

(Berlin/ Frankfurt/rg) - Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing am Donnerstag, dem 28. Mai 2026, Dieter F. Uchtdorf, den Amtierenden Präsidenten des Kollegiums der Zwölf Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, im Schloss Bellevue in Berlin.

 

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die gemeinsame Überzeugung, dass selbstloser Dienst am Nächsten eine wirksame Möglichkeit ist, Gemeinschaften zu stärken und einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.