
24.03.2026
(Berlin/Tutzing/sk) - Die Gewinner*innen des bundesweiten Schreibwettbewerbs „Die Freiheit, die ich meine – Pressefreiheit“ wurden am, 20. März 2026, auf einer Festveranstaltung im Pfarramt der Nikolaikirche in Leipzig im Rahmen der Buchmesse gekürt. Für die musikalische Umrahmung sorgte Malte Splettstößer am Flügel.
Bewerber*innen aus ganz Deutschland in den Alters-Kategorien 16 bis 26 Jahre (Jugendliche und junge Erwachsene) sowie über 26 Jahre waren aufgefordert, Texte aller literarischen Gattungen zu dem Thema einzureichen. Eine dritte Kategorie richtete sich an Schüler*innen der Sekundarstufe. Initiatorin ist die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“, die jedes Jahr ein demokratisches Grundrecht als Thema für diesen literarischen Wettbewerb auslobt. Die Preisverleihung wurde von folgenden Partner*innen unterstützt: Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, Stiftung Bildung-Werte-Leben, Postcode Lotterie sowie Stiftung Christliche Medien. Die Preisgelder wurden von der Leipziger Gruppe, der Porsche Leipzig GmbH und der Stiftung Forum Recht gestiftet. Außerdem unterstützt der Deutsche Journalistenverband Sachsen (DJV) den Wettbewerb als neuer Partner. Insgesamt wurden Preise im Gesamtwert von 4.500 Euro vergeben.
Die achtköpfige Jury aus Autor*innen, Journalist*innen und Literaturexpert*innen hatte die Qual der Wahl aus über 400 Einsendungen verschiedenster literarischer Gattungen. 36 Werke schafften es auf die Shortlist. Bis zum 11. März gab es außerdem für Leser*innen die Möglichkeit, aus den Shortlist-Beiträgen online ihren Publikumsliebling zu wählen. An dieser Abstimmung haben 1.770 Leser*innen teilgenommen.
Ehrengast Siegbert Schefke war Teil der Preisverleihung und sprach zu Beginn über seine Erfahrungen aus der DDR und über die Gegenwart. Sein Appell an die Zuhörenden: „Einfach machen! Zur Pressefreiheit: macht das, was möglich ist und wartet nicht auf andere.“
„Wir freuen uns über die zahlreichen Einreichungen von jungen Menschen und Schülern aus dem ganzen Land, die wahrnehmen, dass Pressefreiheit keine Selbstverständlichkeit ist und vielfach auch im eigenen Land gefährdet ist. Mit diesem Wettbewerb machen wir auf den Schatz der Freiheitsrechte im Grundgesetz aufmerksam, den wir gerade am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, feiern wollen, auf allen Marktplätzen. Dankbarkeit für die geschenkte Freiheit und Einheit schweißt zusammen und macht uns nur deutlich, wie notwendig es ist, sich täglich für sie auch im eigenen Alltag einzusetzen”, sagt Bernd Oettinghaus, Vorsitzender des Trägervereins der Initiative „3. Oktober – Deutschland singt und klingt e.V.”.
Die Sieger*innen in den verschiedenen Kategorien:Kategorie 16 bis 26 Jahre:
Platz 1: „Zwischen den Fronten” von Selina Vale (Pseudonym), aus Augsburg
Platz 2: „Mara und Jonas” von Laura Mirecki, aus Wien
Platz 3: „Spuk auf dem Lande” von Viktoria Krischer, München
Kategorie über 26 Jahre
Platz 1: „Kaleidoskop - oder kein Keks vom Ministerium” von Miriam Sachs, aus Berlin
Platz 2: „Gefangener Nummer eins” von Katharina Dello, aus Bad Homburg
Platz 3: „Bezeugen “ von Matthias Funk, aus Hamburg
Kategorie Schüler*in
Platz 1: „Der letzte Artikel” von Franziska Schneider, aus Burghausen
Kategorie Publikumsvoting
Platz 1: „Art. 5 Abs. 1 S. 2 Var. 1 GG” von Nilay Güven, aus Preußisch Oldendorf
Zitate der Gewinner finden Sie in der angehängten Pressemappe.
Schreibwettbewerb „Die Freiheit, die ich meine...“
Der bundesweite Schreibwettbewerb „Die Freiheit, die ich meine…“ wurde von der Initiative „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“ am 3. Oktober 2022 ins Leben gerufen. Er will kreative Menschen aus vielen Kulturen im Land dafür gewinnen, sich mit den Grundfreiheiten unserer Demokratie intensiver auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb thematisiert jedes Jahr ein ausgewähltes Grundrecht. Nach Meinungsfreiheit 2023, stand 2024 das demokratische Grundrecht auf Gewissensfreiheit auf der literarischen Agenda. 2025 richtete sich der Fokus auf die Versammlungsfreiheit.
Zur Jury gehören der Journalist Thomas Datt, die stellvertretende Vorsitzende des DJV Sachsen Anja Mutschler, die Schriftstellerin Anna Kaleri, Dr. Stephan N. Barthelmess, Mitglied des Direktoriums und Stellvertretender Direktor der Stiftung Forum Recht, Bernd Oettinghaus, Vorstandsvorsitzender der Initiative „3. Oktober Deutschland singt und klingt“; Susanne Tenzler-Heusler, Projektleiterin des Schreibwettbewerbs; Robert Dobschütz, Herausgeber der Leipziger Internetzeitung; sowie Annette Baumeister, Bildungsexpertin.
Die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“
Seit dem 30-jährigen Jubiläum wird am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, in Dankbarkeit für die Wiedervereinigung jedes Jahr zeitgleich in über 150 Orten im ganzen Land zehn allgemein bekannte verbindende Lieder aus verschiedenen Genres und in verschiedenen Sprachen gesungen. Initiator der Aktion ist der Verein „3. Oktober – Deutschland singt und klingt e.V.“. Sein Anliegen ist es, „das Wunder der Friedlichen Revolution, des Mauerfalls und der Deutschen Einheit sowie den generationsübergreifenden Zusammenhalt mit einer breiten Bürgerschaft überall vor Ort zu feiern und auf den Marktplätzen ein Zeichen der Hoffnung und des Friedens zu setzen“, wie der Vereinsvorsitzende Bernd Oettinghaus erklärt. „Unsere Demokratie ist es wert, mit vielen Ideen gefeiert zu werden.“
