
19.03.2026
(Linz/ae) - Vom kunstvoll inszenierten Wurzelsystem
bis hoch hinauf in die traumhafte Welt der Baumkrone: „Der Baum“ von Ars Electronica Solutions ist das Herzstück der neuen Ausstellung „Mythos Wald“ im Gasometer Oberhausen, die heute eröffnet wird. Nach dem überwältigenden Erfolg von „Planet Ozean“ (über 1,5 Millionen Besucher*innen)
verwandelt die Installation nun die höchste Ausstellungshalle Europas erneut in ein immersives Erlebnis – diesmal in die Welt zwischen Waldboden und Baumwipfeln.
Die Ausstellung „Mythos Wald“ wirft einen außergewöhnlichen Blick auf die Wälder der Erde – von Brasilien über den Kongo bis nach Europa. Im Zentrum steht „Der Baum“: eine 35 Meter hohe Licht-
und Raumskulptur, die Besucher*innen auf eine rund 15-minütige Reise durch die verborgenen Prozesse eines Baumes führt – vom Inneren der Wurzeln bis in die Krone. Licht und Projektionen sowie
Musik von Rupert Huber schaffen dabei ein vielschichtiges Zusammenspiel von Raum, Licht und Klang und eröffnen eine Perspektive, die in der Natur selbst
kaum möglich ist.
„Der Baum“ macht Verborgenes sichtbar
Die monumentale Licht- und Raumskulptur macht verborgene Dynamiken eines Baumes auf immersive Weise für die Besucher*innen erfahrbar. Mit einer Höhe von 35 Metern erstreckt sich die Installation vom Wurzelwerk bis in die Baumkrone. Die rund 15-minütige Inszenierung, die in mehrere Kapitel unterteilt ist, beginnt unter dem weit verzweigten Wurzelsystem: Hier tauchen Besucher*innen in die Welt des Erdreichs ein und erleben den Baum aus einer ungewohnten Perspektive – vom Inneren der Wurzeln entlang des Stamms hinauf bis in die Krone, ein Blickwinkel, der in der Natur kaum möglich ist.
Wurzeln, Stamm und Äste zeichnen sich als Geflecht aus leuchtenden LED-Lichtsträngen im Raum ab. Jedes Kapitel entfaltet ein eigenes atmosphärisches Farbenspiel, das die jeweilige Stimmung unterstreicht. Die Baumkrone wird von einer Gaze umhüllt, auf der Projektionen die Äste erweitern und die Umgebung inszenieren – etwa Blätter, Sonnenlicht, Mondschein oder Schnee.
Eines dieser Kapitel trägt den Namen Komorebi – ein japanisches Wort für Sonnenlicht, das durch Blätter fällt. Wurzeln und Stamm leuchten in warmen Farben, während Lichtstrahlen durch die Äste blitzen und den Raum in sommerliches Licht tauchen. Die eigens vom Pianisten und Komponisten Rupert Huber gestaltete Musik begleitet die Installation durch alle Kapitel und verstärkt das Zusammenspiel von Raum, Licht und Klang. Der industrielle Raum des Gasometers verstärkt das immersive Erlebnis: An einem Ort, der einst der Speicherung und Nutzung von Energie diente, wird mit „Der Baum“ ein anderes Verständnis von Energie erfahrbar – nicht als Ressource, sondern als lebendiges Netzwerk von Beziehungen.
Über Ars Electronica Solutions
Ars Electronica Solutions konzipiert und realisiert interaktive, multisensorische Erlebniswelten. Seit der Gründung 2011 entwickelt der Unternehmensbereich von Ars Electronica kreative und individuelle Konzepte für Ausstellungen, Markenwelten, Messen und Events. Im Mittelpunkt stehen maßgeschneiderte Lösungen, die in enger Zusammenarbeit mit den Kund*innen entstehen. Neben der Entwicklung innovativer Konzepte bietet Ars Electronica Solutions umfassende Unterstützung bei Umsetzung und Betrieb und stützt sich dabei auf die langjährige Erfahrung des Ars Electronica Center und des Ars Electronica Festival.
ars.electronica.art/solutions/de/
Über Gasometer Oberhausen
Im 20. Jahrhundert war das Ruhrgebiet ein Hotspot der Schwerindustrie – Fördertürme, Kokereien und Eisenhütten prägten ganze Landstriche. In Oberhausen, zwischen Duisburg und Essen, dominierte die Gutehoffnungshütte das Stadtbild. 1927 begann der Bau des Gasometers: Nur knapp zwei Jahre später stand am Rhein-Herne-Kanal mit 117,5 Metern Höhe und 68 Metern Durchmesser der größte Gasbehälter Europas. Nach seiner Stilllegung vor über 30 Jahren wurde er zur außergewöhnlichen Ausstellungshalle umgewidmet und entwickelte sich zum Wahrzeichen Oberhausens und zu einem markanten Symbol der Region.
„Der Baum, die womöglich größte Indoor Licht- und Raumskulptur, bildet den Höhepunkt der Ausstellung ‚Mythos Wald’. Nach den sinnlichen Eindrücken im gigantischen Wurzelwerk bietet die Fahrt mit dem gläsernen Fahrstuhl in die Höhe der Baumkrone ein einzigartiges Erlebnis. Die Realisierung dieser Kunstinstallation konnte so nur in dem höchsten Ausstellungsgebäude Europas, dem Gasometer Oberhausen, umgesetzt werden – ist die Industriekathedrale mit insgesamt rund 12 Millionen Besucher*innen doch berühmt für ihre innovativen Ausstellungen.”
Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH
„Mit ‚Der Baum’ wollten wir die verborgenen Prozesse eines Baumes sichtbar machen – als Zusammenspiel von Licht, Raum und Zeit. Die Installation lädt dazu ein, diese Dynamiken räumlich zu erleben und den Baum aus einer Perspektive zu betrachten, die uns in der Natur normalerweise verborgen bleibt. Der Gasometer eröffnet dafür einen einzigartigen Raum, in dem sich diese innere Welt eines Baumes in monumentaler Dimension entfalten kann.“
Michael Mondria, Managing Director Ars Electronica Solutions
