
20.05.2026
Von Gert Holle
Es gibt Bücher über den Jakobsweg, die von Spiritualität erzählen. Andere berichten von Grenzerfahrungen, Selbstfindung oder religiöser Erweckung. Und dann gibt es „My Way – Ein Camino Reisefühler“ von Jürgen Schmucker – ein Buch, das angenehm unprätentiös daherkommt und gerade dadurch berührt.
Schon der Untertitel macht deutlich, worum es geht: Ein Camino Reisefühler. Kein dogmatischer Pilgerleitfaden, kein spirituelles Manifest, sondern ein sehr persönlicher Erfahrungsbericht eines Menschen, der nach dem Ende seines Berufslebens einfach noch einmal etwas Neues wagt. Vier Wochen lang ist Schmucker unterwegs – von Bilbao nach Santiago de Compostela. 25 Etappen, hunderte Kilometer, Begegnungen, Wetterwechsel, Herbergen, Müdigkeit, Gelassenheit und immer wieder die Frage: Was passiert eigentlich mit einem Menschen, wenn der Alltag plötzlich verstummt?
Dabei beginnt das Abenteuer erstaunlich bodenständig. Bereits auf den ersten Seiten findet sich eine detaillierte Packliste mit Gramm-Angaben: Rucksack, Regenhaube, Schlafsack, Ohrstöpsel, Blasenpflaster, Powerbank, Notizbuch – insgesamt 8,2 Kilogramm ohne Proviant. Allein diese Aufstellung verrät schon viel über das Buch: Hier schreibt keiner, der sich künstlich verklärt. Schmucker bleibt konkret, praktisch, humorvoll und ehrlich.
11.03.2026
Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Alltags – doch viele wissen nicht genau, wie sie funktioniert.
Der neue Ratgeber „Das kann KI“ von Andreas Erle zeigt verständlich und praxisnah, wie ChatGPT, Bildgeneratoren und andere KI-Tools sinnvoll eingesetzt werden können. Ein hilfreicher Einstieg für alle, die die Chancen dieser Technologie nutzen möchten – ohne ihre Risiken zu übersehen.
3.03.2026
Von Gert Holle
Mit „WIEN erleben!“ legen Thomas Michael Glaw und Dorothea Lubahn einen Reiseführer vor, der bewusst andere Wege geht. Nicht das Abhaken weltberühmter Sehenswürdigkeiten steht im Zentrum, sondern das wirkliche Erleben einer Stadt – mit offenen Augen, wachem Geist und einem Gespür für jene Orte, die Jugendlichen und Familien tatsächlich Freude machen.
Nach dem erfolgreichen Band „Rom erleben“ richtet sich nun der Blick auf die österreichische Hauptstadt. Und Wien zeigt sich hier nicht als museales Freilichttheater der Habsburger, sondern als lebendige Metropole zwischen Tradition und Gegenwart.
Natürlich fehlen die kulturellen Leitfiguren nicht: Friedensreich Hundertwasser, Gustav Klimt, Wolfgang Amadeus Mozart oder Stefan Zweig begegnen den Leserinnen und Lesern ebenso wie moderne Ikonen der Popkultur. Doch sie erscheinen nicht als ehrfürchtige Denkmäler, sondern als Anknüpfungspunkte für eigene Entdeckungen.
Die Donauinsel wird zum Treffpunkt für sommerliche Leichtigkeit, der Prater zur Erfahrungswelt zwischen Nostalgie und Nervenkitzel. Versteckte Innenhöfe, kleine Läden wie der traditionsreiche „Knopfkönig“, alternative Shoppingrouten vom Freihausviertel über den Naschmarkt bis zur längsten Fußgängerzone Wiens – all das eröffnet Perspektiven jenseits klassischer Touristenpfade.

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9.11.2025
Hat uns das Vermeiden unbequemer Gefühle wirklich glücklicher gemacht? Oder wird uns – umgekehrt – zunehmend klar, dass gerade das Überwinden von Widerständen eine entscheidende Voraussetzung für Lebenszufriedenheit ist? |
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Bas Kast in »Lob des Unbequemen« |
Im Rückblick sind es oft gerade die herausforderndsten Situationen im Leben, die wir als besonders wertvoll erkennen. In einer Welt jedoch, die sich dem Komfort und der Bequemlichkeit verschrieben hat, tun wir alles, um sie zu meiden.
Wissenschaftsjournalist Bas Kast, Bestsellerautor von »Der Ernährungskompass«, plädiert in seinem neuen Buch dafür, das Unbequeme nicht als Zumutung, sondern als Chance zu begreifen. Er ist überzeugt: Es lohnt sich, der Bequemlichkeitsfalle zu entkommen und für eine größere Zufriedenheit in der Zukunft den Verzicht und die Anstrengung im Moment wertzuschätzen.
Das »Lob des Unbequemen. Wie ich lernte, die Eisbäder des Lebens zu genießen« von Bas Kast ist am 15. Oktober bei C.Bertelsmann erschienen.

18.10.2025
Frankfurt – Mainmetropole mit überraschenden Seiten Finanzplatz und Flughafen – häufig fallen zuerst diese beiden Begriffe, wenn von Frankfurt am Main die Rede ist. Doch wenn man sich der Stadt mit größerer Aufmerksamkeit zuwendet, kommt allerlei Verblüffendes zutage. Hat die Mainmetropole doch zu allen Zeiten Frauen und Männer beherbergt, die zu Überraschendem in der Lage waren. In Frankfurt wurde die Idee der zweckmäßigen Einbauküche geboren, entstand der Einfall, die Deutschen mit Pauschalreisen in die Welt zu schicken oder aus dem Ufer des Mains ein Museumsufer zu machen mit einem Bildungstempel neben dem anderen. Manfred Köhler, Ressortleiter der Rhein-Main-Zeitung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, porträtiert in „Geniestreiche aus Frankfurt“ elf Frankfurter, die mit ihren Ideen Schlagzeilen machten und die Welt veränderten.
18.10.2025
Wussten Sie, dass das Land mit der höchsten Lebenserwartung Monaco ist? Monegassische Frauen werden durchschnittlich ganze 90 Jahre alt (drei Jahre älter als die Männer). Was ist eigentlich aus all den bekannten Gesichtern von damals geworden? Was macht Peter Kraus, der deutsche „Elvis“, der Generationen mit seinem Hüftschwung begeisterte? Wer erinnert sich noch an die ersten Supermärkte, in denen plötzlich jeder seine Ware selbst aus dem Regal nehmen konnte?
„Unnützes Wissen für Senioren“ ist eine unterhaltsame Sammlung kurioser Fakten und nostalgischer Anekdoten aus einer Zeit, die vielen noch heute ein warmes Gefühl gibt. Von kuriosen Zahlen und Rekorden über ungewöhnliches Alltagswissen bis hin zu spannenden Ausflügen in die Sprache und Kultur versammelt das Buch jede Menge skurriles Wissen, das speziell die Boomer-Generation interessiert. Damit vermittelt es nicht nur Wissen, sondern macht auch die Vergangenheit lebendig.
30.09.2025
Indische Yogis merken sich mit 90 Jahren noch komplexe Texte, japanische Gedächtnismeister*innen rufen mühelos lange Zahlenreihen ab, und Künstler*innen oder Wissenschaftler*innen vollbringen selbst im hohen Alter kreative Höchstleistungen. Diese Beispiele zeigen: Mentale Fitness ist keine Frage des Alters, sondern der richtigen Gewohnheiten. Unser Gehirn kann ein Leben lang leistungsfähig bleiben, wenn wir es fordern, fördern und pflegen. „So bleiben Sie topfit im Kopf“ verbindet spannende wissenschaftliche Erkenntnisse mit 200 effektiven und unterhaltsamen Übungen, die das Denkvermögen, die Konzentration und das Erinnerungsvermögen stärken. Der mehrfache Bestsellerautor und ehemalige Arzt Dr. Jürgen Brater gibt faszinierende Einblicke in die Funktionsweise unseres Gehirns im Alter und erklärt, was Senior*innen neben dem Gehirntraining sonst noch alles tun können, um vom geistigen Abbau verschont zu bleiben. Das Buch ist am 16. September 2025 bei Yes Publishing erschienen.
22.09.2025
TDM Publishing bringt mit der Reihe „Meine ersten 18 Jahre“ ein wunderbares Konzept nun endlich auch nach Deutschland. Nach großem Erfolg in mehreren europäischen Ländern sind die Jahrgangsbände seit September auch hier erhältlich – liebevoll recherchiert, reich bebildert und mit vielen spannenden Details aus Nachrichten, Kultur, Sport, Musik und Alltagsleben.
Dank TDM Publishing
haben wir drei Exemplare der Ausgabe 1964 zur Verlosung für euch!
Mitmachen ist ganz einfach:
Beantwortet folgende Frage und schickt die Lösung per Mail an [email protected]:
👉 Wie hieß das Kindermädchen in dem Musicalfilm, der am 27. August 1964 in den USA startete?
Unter allen richtigen Einsendungen werden die Bücher verlost. Einsendeschluss ist der 28. September 2025. Gebt bitte Eure korrekte postalische Anschrift in der Mail an, damit wir Euch gegebenenfalls den Band zusenden können. Nach Beendigung des Gewinnspiels werden die Daten selbstverständlich wieder von unseren Datenträgern gelöscht.
19.08.2025
Totale Überwachung, digitale Knechtschaft – und doch ein Funken Hoffnung: Olivier Kesslers Roman Befreiungsschlag entwirft ein packendes Bild der Welt im Jahr 2048. Zwischen Dystopie und Liebesgeschichte zeigt er, warum Freiheit, Glaube und Menschlichkeit stärker sind als jede Tyrannei. Ein literarischer Weckruf für unsere Zeit.
12.08.2025
Bilder umgeben uns überall – doch sehen wir sie wirklich? Laurent Julliers „Fotografie betrachten“ lädt dazu ein, tiefer hinzuschauen und die stille Sprache der Fotos zu verstehen

30.07.2025
Am 30. Juli bei Kösel erschienen
Die Ferienzeit beginnt und das ewige Fernweh hat vorerst ein Ende. Von Fernweh versteht unsere Autorin und Reisereporterin Tamina Kallert eher weniger, sondern kann stundenlang mitreißend von Alpenüberquerungen, Tauchtrips in Ägypten und Reisen um den ganzen Globus erzählen. Auf ihre unvergleichliche leichte und bezaubernde Art nimmt uns Tamina Kallert mit ihrem neuen Buch »Die Füße im Sand, die Nase im Wind« mit auf zahlreiche Reisen und gibt uns einen Einblick in die gleichermaßen beeindruckende, als auch stressige Welt als Reisereporterin und zeigt uns, wie man auch unterwegs eine echte Art der Verbundenheit empfinden kann.
»Die Füße im Sand, die Nase im Wind« erscheint am 30. Juli im Kösel Verlag.

7.04.2025
Nicht die große Historie der Palais und des Adels, sondern die Schicksale »zu ebener Erde« holt Autorin und Wien-Kennerin Gariele Hasmann in Von Tür zu Tür vor den Vorhang und bietet damit einen außergewöhnlichen Blick durch die Schlüssellöcher der Stadt.
Vom gotischen Türstock zum barocken Portal, vom träumerischen Jugendstil zu Shabby-Chic, von typischer Wiener Gründerzeit zum schlichten Design: So vielfältig und charakterstark wie die Türen und Tore Wiens sind auch die Bewohner:innen, die hier ein- und ausgingen.
Mit atmosphärischen Fotos von Barbora Vavro Gruber.

7.04.2025
Die Altersdiskriminierung muss aufhören!
Der renommierte Soziologe Reimer Gronemeyer widmet sich in seinem Sachbuch »Die Abgelehnten. Warum Altersdiskriminierung unserer Gesellschaft schadet« einem brisanten Thema, das alle Generationen betrifft, und erläutert, wieso die Ausgrenzung älterer Menschen eine zentrale sozialpolitische Herausforderung ist.
Unsere Zeit ist geprägt von rasanten sozialen und demografischen Veränderungen, Fragen der Generationengerechtigkeit und des Umgangs mit dem Alter werden immer dringlicher. Der Wandel in der Altersstruktur, die Debatte um die Rentensysteme und der oft zitierte Generationenkonflikt stehen im Zentrum gesellschaftlicher und soziologischer Diskussionen.

Eine Reise auf eine kleine Mittelmeerinsel, eine Reise zum Sinn des Lebens, eine Reise zu uns selbst. Ein Buch über Mandelhörnchen, ein Buch über das Meer, ein Buch über die Begegnung mit Menschen.
Leistungsdruck, Selbstzweifel, durchwachte Nächte, die ständige Angst, nicht genug zu sein, nicht auszureichen – all das prägt Dajas Leben. Erst durch einen Unfall wacht sie auf und sieht endlich ein, dass es so nicht weitergehen kann.
In einem kleinen Ferienhaus auf einer Mittelmeerinsel entflieht sie ihrem Alltag und möchte wieder zu sich finden. Dort begegnet sie Felipe, der ihr auf wundersame Weise den Weg zurück ins Leben zeigt. Doch er hat ein Geheimnis. Als Daja es entdeckt, müssen beide feststellen, dass ihr Schicksal enger miteinander verbunden ist, als sie dachten. Wird es ihnen gelingen, diese Verbindung zu nutzen? Werden sie es schaffen, ihren eigenen Weg zu gehen? Werden beide ihr Glück finden?

18.03.2025
Es gibt vieles im Leben, das wir (mehr oder weniger) frei wählen können: den Freundeskreis, den Arbeitsplatz, den Wohnort. Manche Gemeinschaften müssen wir jedoch nehmen, wie sie kommen: So können wir uns weder unsere Familie noch unsere Nachbarn aussuchen.
Warum dies nicht nur zum viel beschworenen idyllischen Zusammengehörigkeitsgefühl führt und welche Spannungen erzwungene soziale Beziehungen hervorrufen können: Davon handelt dieser spannende Essayband von Bernd Imgrund.

11.02.2025
An einem stillen Nachmittag verschafft sich Letta Zugang zu einem Haus, das kurz vor der Räumung steht. Mit einem präzisen Protokoll im Kopf nähert sie sich dem zurückgelassenen Hausrat, auf der Suche nach einem besonderen Andenken an die Frau, die einst hier lebte. Während sich Lettas Suche schwieriger als gewöhnlich gestaltet, beginnen die Gegenstände des Haushalts von dem Leben zu erzählen, dessen Zeugen sie wurden.
Vielstimmig und experimentell entfaltet sich nach und nach die Geschichte von Lore. Es ist eine Geschichte über das Gefühl des Fremdseins und des Gehindertwerdens, über Freundschaft und familiäre Bindungen, die jenseits klassischer Verwandtschaftsverhältnisse bestehen. Vor allem jedoch ist es die Geschichte einer Frau mit vielen Geheimnissen.

11.02.2025
Die größten Sehenswürdigkeiten Deutschlands entstehen durch Punkt-zu-Punkt wie von Zauberhand. Ob das Brandenburger Tor, das Schloss Neuschwanstein oder der Kölner Dom: Durch das Verbinden der Zahlen kann jeder zum Meisterkünstler werden und die schönsten Bauwerke erschaffen. Wer mag, malt die Motive im Anschluss nach Lust und Laune aus. Jede Seite ist mit einer Perforation versehen und kann herausgetrennt, verschenkt oder aufgehängt werden. Mit dem einfachen Verbinden der Punkte lässt sich spielend leicht die Konzentrationsfähigkeit steigern und es schenkt wunderbare Stunden der Ruhe und Entspannung!

Am 28. November 2024 ist das neue Buch von Alois Prinz über Albert Schweitzer mit dem Titel “Albert Schweitzer – Radikal menschlich” erschienen. Die Biografie zeichnet ein beeindruckendes und differenziertes Bild des berühmten Arztes, Philosophen und Friedensnobelpreisträgers, der als einer der herausragenden Denker und Humanisten des 20. Jahrhunderts gilt.
Anlässlich des 150. Geburtstags von Albert Schweitzer am 14. Januar 2025 beleuchtet Alois Prinz dessen bewegtes Leben und seine Philosophie der „Ehrfurcht vor dem Leben“. Schweitzer, Arzt, Musiker und Theologe, fand mit dieser Ethik, die sowohl in seiner Lehre als auch in seinem praktischen Wirken im afrikanischen Lambarene Ausdruck fand, zu einer Antwort auf die Herausforderungen seiner Zeit.

6.12.2024
Neue und überraschende Ideen sind überall im Leben gefragt, und zwar immer dann, wenn die automatisierten Abläufe nicht mehr greifen und außergewöhnliche Denkansätze gefragt sind: sei es beim Umbau eines Hauses, beim Halten eines Vortrags oder Referats, bei der Akquise neuer Mitarbeiter oder auch wenn es darum geht, den Familien- und Berufsalltag reibungsloser zu gestalten. Die gute Nachricht dabei ist: Kreatives Denken ist keine angeborene Begabung, sondern lässt sich lernen. Wie, das zeigt dieses Buch aus der Feder eines Hirnforschers und einer seit Jahrzehnten kreativ arbeitenden Journalistin und Blattmacherin. Es stellt dar, wie und unter welchen Voraussetzungen neue Einfälle im Gehirn entstehen und wie man herausfindet, welche Faktoren für einen selbst dabei entscheidend sind. Anhand vieler Übungen leitet es ganz konkret und alltagstauglich dazu an, seinen individuellen Weg zu finden, Probleme erfindungsreich und unkonventionell zu lösen, und wie man diese Art des Denkens zum Generieren neuer Ideen trainieren kann.

19.11.2024
Aus Liebe zu seiner lungenkranken Frau Margaret schuf Willem Jan Holsboer in Davos den Luftkurort, der künftig die Reichen und Mächtigen anziehen sollte, und schließlich zum Schauplatz für einen der größten deutschen Romane wurde. Im Jubiläumsjahr von Thomas Manns „Zauberberg“ erzählt Dr. Daniela Holsboer einfühlsam und historisch fundiert im Tatsachenroman „Der Zauber des Berges“ von der Gründung des legendären Sanatoriums „Schatzalp“. Sie spürt damit auch ihrer eigenen Familiengeschichte nach.
Als Willem Jan Holsboer im Jahr 1867 nach Davos reiste, war der Weg mit der Postkutsche so beschwerlich, dass es seine junge Frau fast das Leben kostete. Die Strapazen der Anreise mussten die Holsboers hinnehmen, war doch der Luftkurort Margarets letzte Chance auf Genesung. Schon auf dem Weg reifte in Willem Jan Holsboer der Gedanke, diesen Ort für Kranke zugänglicher zu machen und annehmbare Bedingungen für einen erholsamen Kuraufenthalt zu schaffen. Seinen Plan setzte der Kaufmann beherzt in die Tat um und wandelte das unerschlossene Davos in den mondänsten Kurort Europas, mit der modernen Rhätischen Bahn und schließlich dem Sanatorium „Schatzalp“.

Die Gestalttherapie ist ein humanistisches
Psychotherapieverfahren. Der Begriff "Gestalt" steht für Ganzheit und dafür, wie sich ganzheitliches Erleben und Verhalten organisiert. Störung und Krankheit werden als Verlust von Ganzheit
angesehen. Die Gestalttherapie ist prozess- und erfahrungsorientiert. Sie hat die Selbstregulierung, die Integration der Person und deren kreative Anpassung in ihrer Umwelt zum Ziel. Ihre
Wirksamkeit ist gut belegt, zentraler Wirkfaktor ist dabei eine therapeutische Beziehung in wechselseitiger Anerkennung.
Das Buch führt in die Theorie des Ansatzes ein und
schildert die Techniken mit zahlreichen Beispieldialogen. Ein Überblick über die Störungslehre zeigt, wie vielfältig diese Therapieform eingesetzt werden kann.
Die überarbeitete 2. Auflage wurde um Kapitel zur beziehungsorientierten Entwicklung des Selbst und zu Narzisstischen Störungen erweitert.
Zielgruppe: Psychotherapeut:innen, Psycholog:innen, Ärzt:innen, Sozialpädagog:innen und andere Berufsgruppen, die in Psychotherapie und psychosozialer Beratung tätig sind, insbesondere Berufsanfänger:innen
In einer Zeit, die uns mehr denn je vor globale, persönliche und spirituelle Herausforderungen stellt, sind alte Rezepte nicht mehr genug. Die gegenwärtigen Krisen erfordern tiefere Reflexion, ein neues Verständnis unseres Platzes in der Welt und die Fähigkeit, über die bisherigen Grenzen hinaus zu denken. Die drei im September 2024 im Claudius Verlag erschienenen Bücher greifen genau diese Grundfragen auf – aus unterschiedlichen Perspektiven, aber mit einem gemeinsamen Ziel: uns Orientierung und Einsicht in einer Welt im Wandel zu geben.

10.10.2024
Im Rettungsdienst trifft man nicht nur tagtäglich auf Menschen im Ausnahmezustand, man trifft sie auch da, wo sonst niemand Einblicke hat: in ihren eigenen vier Wänden. Luis Teichmann, Deutschlands bekanntester Rettungssanitäter, erzählt in seinem zweiten Buch von den emotionalen Schicksalen hinter den Notrufen. Er lädt seine Leser*innen dazu ein, mit ihm in den Rettungswagen zu steigen und einige Schichten im fiktiven Stadtviertel Harlem mitzuerleben, angelehnt an ein Brennpunktviertel und jahrelanges Einsatzgebiet des Autors.
Die Abgründe, die sich dort offenbaren, sind nicht nur medizinischer, sondern vor allem auch sozialer Art und zeigen, woran unser Land wirklich krankt: Wohnungslose unter Drogeneinfluss, die man zum Ausnüchtern ins Krankenhaus fährt, Jugendliche in akuten psychischen Krisen. Menschen, die im öffentlichen Raum nicht stören sollen, denen aber wirkliche langfristige Hilfe verwehrt wird. Stadtbekannte Wohnblöcke, in denen Uniformträger ein Feindbild sind, weil man Dinge lieber unter sich klärt. Sanitäter*innen, an denen all das nicht spurlos vorbeigeht. Neben den Geschichten seiner Rettungseinsätzen lässt Luis Teichmann auch zahlreiche Kolleg*innen zu Wort kommen, die von den Herausforderungen ihres Berufs auch für die eigene mentale Gesundheit berichten. ...

8.10.2024
Eine Aufforderung zum Streit? Wird öffentlich nicht schon genug
gestritten, mit schrillen Tönen auf der einen Seite und ängstlichem Schweigen auf der anderen? Mit Schlammschlachten in den sozialen Medien und Sprachlosigkeit in vielen Familien? So kann es
nicht weitergehen! Unser Miteinander und damit am Ende auch unsere Demokratie stehen auf dem Spiel, wenn wir Kontroversen nicht mehr lösungsorientiert austragen.
Der Umgang im Privaten und in der Öffentlichkeit ist immer rauer geworden. Oft streiten die unterschiedlichen Parteien inhaltslos oder verweigern sich komplett dem Austausch. Von Cancel Culture ist die Rede, Argumente werden aus fragwürdigen Quellen bezogen, sogar Lügen werden eingesetzt. Das alles mit egoistischen Zielen: Die Diskussion mit dem Gefühl des Erfolgs verlassen und die Demonstrierung von Macht. Gerade auf dem internationalen Parkett der Politik und im Social-Media-Kosmos finden sich dafür zahlreiche Beispiele. Dass man das Streiten aber auch als positive Kraft sehen kann und muss, um Dinge in der Gesellschaft zu bewegen, ist, was die ausgebildete Mediatorin und Moderatorin Birte Karalus in „Lasst uns streiten!“ vermitteln will. Sie plädiert für eine Offensive der Freundlichkeit und eine Vitalisierung des Streitens.

14.09.2024
Was aussieht wie Magie, ist einfach ein Teil des Lebens, den wir noch nicht verstehen …
Als Grace, eine pensionierte Mathematiklehrerin, von einer fast vergessenen Freundin ein heruntergekommenes Häuschen auf einer Mittelmeerinsel erbt, siegt ihre Neugier. Ohne Rückflugticket, Reiseführer oder einen Plan fliegt sie nach Ibiza. Zwischen den rauen Hügellandschaften und goldenen Stränden der Insel macht Grace sich auf die Suche nach Antworten über das Leben ihrer Freundin – und das Rätsel ihres Todes. Was sie dabei entdeckt, ist merkwürdiger, als sie es sich je hätte träumen lassen. Eine Wahrheit, die unmöglicher kaum sein könnte. Doch um sich auf sie einlassen zu können, muss Grace sich erst ihrer eigenen Vergangenheit stellen.
Eine Geschichte voller Wunder und wilder Abenteuer. Ein Roman über Hoffnung und die lebensverändernde Kraft eines Neuanfangs.

14.09.2024
Dies ist die Geschichte einer Katze, die nach Frieden, innerer Ruhe und einem Sinn im Leben sucht. Eines Tages erfährt sie von einer sagenumwobenen alten Kiefer. Unter dem Schutz ihrer Äste, so heißt es, lässt sich unendliche Weisheit erlangen. Die Katze begibt sich auf die Reise, und unterwegs trifft sie eine Reihe von Tieren, die alle ihre eigene Geschichte haben: einen sorgenvollen Affen, eine Schildkröte, die ihren Lebensmut verloren hat, einen Tiger, der mit seiner Wut kämpft, ein verwirrtes Wolfsjunges und eine begehrliche Krähe. Aber erst die unerwartete Begegnung mit einem Katzenjungen wird sie zwingen, alle Gewissheiten infrage zu stellen ...

3.09.2024
Am 28. August 2024 ist CLARA.
Künstlerin, Karrierefrau, Working Mom: Clara Schumanns kämpferisches Leben im Siedler Verlag erschienen.
Gestützt auf bisher unbeachtete Quellen, erzählt Bestsellerautorin Dr. Christine Eichel das Leben der gefeierten Pianistin und Komponistin radikal neu und räumt dabei mit einigen Klischees auf.
Clara Schumann war keine sanfte Muse ihres genialischen Mannes Robert. Im Gegenteil – furchtlos setzte sie sich über männliche Besitzansprüche hinweg, löste sich aus der toxischen Beziehung
zu ihrem psychisch labilen Ehemann und stieg durch kluge Imagepflege zum Star ihrer Zeit auf.
Dabei stand sie vor den gleichen Herausforderungen wie Frauen im 21. Jahrhundert. Sie haderte mit ihrer Rolle als Mutter von sieben Kindern und der nahezu unmöglichen Aufgabe, Beruf und Familie
zu vereinbaren.
Dieses mitreißend geschriebene Buch zeigt: Claras Themen sind verblüffend aktuell.
19.08.2024
Wie fand Kommunikation in der Mission zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller Prägung statt? Welche Interessen verfolgten Jesuiten, Indigene und Spanier_innen im Grenzgebiet Gran Chaco in der Jesuitenprovinz Paraguay? Welche Abhängigkeiten entstanden dabei? Antworten auf diese Fragen lieferte der Jesuit Florian Paucke (1719–1780) in seiner Abhandlung Hin und Her, in der er seine Erfahrungen in der Paraguay-Mission verarbeitete.
Ulrich Stober erschließt erstmals grundlegend das Manuskript sowie die über 200 Aquarellzeichnungen des Missionars. Auf dieser Basis werden unter Heranziehung von zahlreichem Archivmaterial sprachliche und kulturelle Übersetzungsprozesse betrachtet. Im Zentrum steht dabei die Auseinandersetzung der Missionare mit der indigenen Sprache, Ernährung und Bekleidung sowie unterschiedlichen Vorstellungen von Geschlechterrollen. Auch wenn Paucke diesbezüglich eine genuin europäische Perspektive einnahm, ist zentral, dass indigene Lebenswelten die Fragen der europäischen Akteure rahmten und formten.
Geschichten, die nicht nur durch ihre erzählerische Tiefe beeindrucken, sondern auch eine Brücke zwischen fesselnder Erzählung und der Vermittlung von wertvollen Lebensweisheiten schlagen, haben unter dem Titel narrative (oder auch erzählende) Lebenshilfe in den letzten Jahren zunehmend an Popularität gewonnen.
Die Besonderheit dieser Bücher ist ihre Fähigkeit, Einsichten in die menschliche Psyche auf eine Art und Weise zu vermitteln, die sowohl unterhaltsam als auch erkenntnisreich ist. Sie bieten nicht nur eine Flucht aus dem Alltag, sondern auch praktische Werkzeuge für das persönliche Wachstum und die Selbstreflexion.
Zwei Bücher dieses Genres sind nun in der Reihe Knaur.Leben bei Droemer Knaur erschienen.

Mahatma Gandhi hat die Welt verändert – können seine Lehren auch uns helfen, die wir in einer Zeit voller Turbulenzen, Krisen und Umbrüche leben? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, wagt Perry Garfinkel ein einzigartiges Experiment: Er verpflichtet sich für einen Zeitraum von 18 Monaten, streng nach den sechs Prinzipien des Mahatma zu leben:
Wahrheit, Gewaltlosigkeit, Vegetarismus, Einfachheit, Glaube und Enthaltsamkeit.
Sein Motto dabei ist Gandhis berühmte Aufforderung: »Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.«

Alles begann damals in einer Nacht im Januar. Erschöpft saß ich in einem Bahnhofsrestaurant in Yokohama und starrte auf die Uhr, die unerträglich langsam auf zwei Uhr zu kroch. So spät in der Nacht wollte ich nicht mal mehr etwas lesen.
Nach der Trennung von ihrem Mann ist Buchhändlerin Nanako Hanada erst einmal verloren. Ohne Freund*innen und ohne eigene Wohnung muss sie in Kapselhotels und öffentlichen Badeanstalten übernachten. Auch ihr Job in einer bekannten japanischen Buchhandelskette ist nicht mehr das, was er mal war.
Doch eines Tages erfährt Nanako von einer neuen Dating-App und beschließt, endlich aus sich herauszugehen und neue Menschen zu treffen. Ihr Plan: Sie überwindet ihre Schüchternheit, indem sie ihre neuen Bekanntschaften in die Welt der Bücher entführt.

Eine große Liebe, eine bahnbrechende Erfindung und eine Frau, die die Welt verändert
Alexander Schwarz' historischer Roman »Bertha Benz und die Straße der Träume« ist die erste Roman-Biografie über die Frau, die dem Automobil zum Durchbruch verholfen hat.

Friedrich Wolfenter ist ein wahrer Meister der Sprachspielpoesie. Im vorliegenden Buch finden wir 116 Einreimgedichte von Menschen, Tieren sowie Einreim-Bagatellen.
In Einreimgedichten beherrscht ein und derselbe Endreim sämtliche Zeilen und Strophen eines Gedichtes durchgehend, ohne Zwischenschaltung von Zeilen mit einem anderen Endreim. Das bedeutet, dass der zur Verfügung stehende Wortschatz für ein Gedicht, je nach Art des gewählten Endreimes, stark eingeschränkt ist.
Der Leser schmunzelt und grübelt – und gelegentlich packt auch ihn das Reimfieber. Eine absolute Leseempfehlung!
