
20.05.2026
Wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für die prämenstruelle Phase – mit praktischen Tipps für den Alltag
(Koblenz/debeka) - Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) betrifft viele Frauen im gebärfähigen Alter. Typische Beschwerden sind Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Heißhunger und Erschöpfung. Sie treten in der zweiten Zyklushälfte auf und verschwinden meist mit Beginn der Menstruation. Bestimmte Nährstoffe und Ernährungsgewohnheiten lindern Beschwerden nachweislich – andere Lebensmittel verstärken sie. Die Debeka, größte private Krankenversicherung, gibt praktische Tipps für den Alltag.
Wie beeinflusst Ernährung PMS?
Hormonelle Schwankungen im Zyklus beeinflussen Stoffwechsel, Energiebedarf und Stimmung. In der prämenstruellen Phase sinkt der Östrogenspiegel – das wirkt sich auf Neurotransmitter wie Serotonin aus. Stimmungsschwankungen und Heißhunger sind typische Folgen. Der Energiebedarf steigt um etwa 100 bis 300 Kilokalorien am Tag. Eine gezielte Ernährung federt hormonelle Schwankungen ab, stabilisiert den Blutzucker und reduziert Entzündungsprozesse.
Wichtige Nährstoffe in der PMS-Ernährung
Lebensmittel, die Beschwerden verstärken
Zucker und stark verarbeitete Kohlenhydrate lassen den Blutzucker schwanken – Heißhunger und Müdigkeit folgen. Zu viel Salz begünstigt Wassereinlagerungen. Koffein in größeren Mengen erhöht Nervosität und Brustempfindlichkeit. Alkohol stört den Hormonhaushalt und verstärkt depressive Verstimmungen. Wer nicht verzichten möchte: Schon weniger davon in der zweiten Zyklushälfte lindert Beschwerden spürbar.
Praktische Tipps für den Alltag
Regelmäßige Mahlzeiten stabilisieren den Blutzucker und beugen Heißhungerattacken vor. Ideal: drei Hauptmahlzeiten und ein bis zwei kleine Snacks, die Eiweiß, komplexe Kohlenhydrate und gesunde Fette kombinieren.
Pflanzliche Präparate
Mönchspfeffer (Agnus castus) unterstützt bei Brustspannen und Stimmungsschwankungen. Safran-Extrakt (Crocus sativus) zeigte in kleinen Studien Wirkung auf Stimmung und Heißhunger. Ingwer hilft bei Schmerzen. Ob Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind, sollte individuell und nach ärztlicher Rücksprache entschieden werden. Nicht jedes Mittel wirkt bei jeder Frau gleich – Geduld und Ausprobieren gehören dazu.
