Blindgardening: Gärtnern für sehbehinderte Menschen

Den Weg vom Samen bis zur Tomatenernte erleben blinde und sehende gemeinsam

Die Aktion Blindgardening findet zum ersten Mal statt; im vergangenen Jahr gab es ein Blind Cooking für sehbehinderte und sehende Menschen. © Unsplash
Die Aktion Blindgardening findet zum ersten Mal statt; im vergangenen Jahr gab es ein Blind Cooking für sehbehinderte und sehende Menschen. © Unsplash

21.05.2026

 

Beim ersten „Blindgardening“-Workshop am 24. Mai entdecken sehende und sehbehinderte Menschen gemeinsam die Natur mit allen Sinnen.

 

Von Simone Bastreri

 

(Trier/sb/bt) – Gemeinsames Gärtnern für sehbehinderte und sehende Menschen: Das bietet zum ersten Mal die Aktion Blindgardening am 24. Mai um 14 Uhr im Kleingärtnerverein Tempelbezirk Trier. Zu dem Inklusions-Workshop im interkulturellen Vielfaltsgarten laden das Arbeitsfeld Inklusion und die Trierische Tonpost des Bistums Trier in Kooperation mit Foodsharing Trier und dem Stadtverband der Kleingärtner ein.  

Blinde, sehbehinderte und sehende Menschen können gemeinsam im Tandem bei der Aktion mitmachen – tastend, riechend und sprachlich begleitet. So soll der gesamte Pflanzenzyklus von der Aussaat und dem Pickieren von Tomaten bis hin zu Pflege, Ernte und Verarbeitung erfahrbar werden. Darüber hinaus soll es auch um Kräuter und Heilpflanzen gehen. Riech- und Fühlproben von Kompost und Bokashi (Kompost aus der Dose) machen darüber hinaus natürliche Kreisläufe verständlich.  

Klare Abläufe, ruhige Kommunikation und Tandemarbeit sollen gleichberechtigtes Lernen ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen Selbstständigkeit, Wahrnehmung und nachhaltiges Gärtnern im Kreislauf der Natur. Auch das Konzept des Foodsharings wird vorgestellt.   

Der Workshop ist offen für alle Menschen und findet im Kleingartenverein Tempelbezirk, Garten 49 statt. (Zugang über die Seniastraße).