
16.03.2026
(Koblenz/debeka) - Was gehört in welche Tonne? Rund um die Mülltrennung halten sich hartnäckige Irrtümer, die das Recycling von Wertstoffen erschweren. Denn je sortenreiner Abfälle getrennt gesammelt werden, desto höher die Recyclingquote und desto besser für die Umwelt. Sogenannte „Fehlwürfe“ stören die Wiederverwertung und machen im schlimmsten Fall ganze Entsorgungseinheiten unbrauchbar. Die Debeka, eine der größten Versicherungen und Bausparkassen in Deutschland, klärt über die bekanntesten Müll-Mythen auf.
„Kaputte
Trinkgläser gehören in den Glascontainer.“
Ein naheliegender Gedanke – aber falsch. Trinkgläser bestehen aus einer anderen Glassorte als Flaschen oder Marmeladengläser. Sie haben einen höheren Schmelzpunkt und erschweren das Recyceln.
Kaputte Trinkgläser gehören daher in den Restmüll. Das Gleiche gilt für Vasen und Auflaufformen. Größere Teile wie Fensterscheiben oder Spiegel können zum Wertstoffhof gebracht werden. In den
Container dürfen nur Flaschen und Gläser, die als Verpackung dienten, sogenanntes Behälterglas.
„Alles,
was aus Plastik ist, soll in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack.“
Teils, teils. Die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack ist ursprünglich ausschließlich für Verpackungen gedacht – etwa Joghurtbecher, Plastikfolien oder Getränkekartons. Gebrauchsgegenstände aus
Plastik wie Zahnbürsten, Spielzeug oder Wäscheklammern gehören dort eigentlich nicht hinein. In einigen Städten und Kommunen gibt es allerdings Wertstofftonnen, in denen Nicht-Verpackungen aus
Kunststoff, Metallen und Verbundstoffen gesammelt werden. Teilweise sind diese orange, oder gelbe Tonnen erhalten einen entsprechenden Aufkleber.
„Glühbirnen gehören in
den Restmüll.“
Es kommt auf die Art an: Normale Glühbirnen und Halogenlampen dürfen tatsächlich in den Restmüll. Alte LED-Lampen und Energiesparlampen hingegen zählen als Elektrokleingeräte und müssen zum
Wertstoffhof oder zu Sammelstellen im Handel gebracht werden.
„Coffee-to-go-Becher aus
Pappe kommen ins Altpapier.“
Ein Trugschluss. Die meisten Einweg-Kaffeebecher sind innen mit Kunststoff beschichtet und gelten daher als Verbundverpackung. Sie gehören in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne – nicht ins
Altpapier.
„Leere
Batterien und Akkus können in den Restmüll.“
Das ist nicht nur falsch, sondern gefährlich. Batterien und Akkus enthalten Schadstoffe, aber außerdem wertvolle Rohstoffe, die sich wiederverwerten lassen. Bei Überhitzung, falschem Beladen oder
mechanischer Beschädigung, etwa im Müllwagen oder in der Sortieranlage, können sie Brände verursachen. Sammelboxen finden sich in nahezu jedem Supermarkt oder Elektronikfachhandel.
Gut zu wissen: Eine Hausratversicherung schützt vor den Folgen von Brandschäden, etwa wenn Batterien oder falsch gelagerte Abfälle sich im Haus entzünden.
Autor: Debeka; zusammengestellt von Gert Holle - 16.03.2026
