Parkinson: Früherkennung und Diagnose

Die Bedeutung der frühen Diagnose und Intervention

Parkinson hat motorische Symptome wie das bekannte Zittern meist an den Händen und Fingern. Foto: Debeka/AdobeStock
Parkinson hat motorische Symptome wie das bekannte Zittern meist an den Händen und Fingern. Foto: Debeka/AdobeStock

2.04.2025

(Koblenz/debeka) - In Deutschland sind etwa 400.000 Menschen an Parkinson erkrankt. Tendenz steigend. Parkinson ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, bei der Nervenzellen absterben, die Dopamin enthalten. Dieser Mangel verursacht die typischen Symptome wie Zittern, Steifheit, verlangsamte Bewegungen und Gleichgewichtsprobleme. Die Debeka, Deutschlands größte private Krankenversicherung, weiß um die frühe Diagnose und Intervention.

Was ist Parkinson und wen betrifft die Krankheit?
Parkinson betrifft hauptsächlich ältere Erwachsene, wobei das durchschnittliche Erkrankungsalter bei etwa 60 Jahren liegt. Die Krankheit tritt etwas häufiger bei Männern auf. Ein zentrales Problem ist das Absterben Dopamin-produzierender Zellen. Warum sie absterben, ist noch nicht vollständig geklärt. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Eiweiß Alpha-Synuklein, das sich verklumpt und Ablagerungen bildet. Diese Ablagerungen beginnen nicht im Gehirn, sondern in Riechnerven und im Magen-Darm-Trakt. Vor den typischen Bewegungseinschränkungen treten oft Jahre zuvor Symptome wie Riechstörungen oder Verstopfung auf. Die Diagnose erfolgt meist erst, wenn bereits 50 Prozent der dopaminergen Nervenzellen abgestorben sind. Ein besseres Verständnis dieser Abläufe könnte helfen, frühzeitigere Behandlungen zu entwickeln.

Was sind Symptome von Parkinson?
Parkinson hat motorische Symptome wie das bekannte Zittern (Ruhetremor) meist an den Händen und Fingern. Die Bewegungen verlangsamen sich (Bradykinesie), die Muskeln werden steif (Rigor), was Schmerzen verursacht, und die Beweglichkeit einschränkt. Auftretende Gleichgewichtsprobleme können zu einer erhöhten Sturzgefahr führen. Hinzu kommen nicht-motorische Symptome wie Schlafstörungen, Depressionen und Angstzustände, kognitive Beeinträchtigungen des Gedächtnisses und der Konzentration. Viele Patienten beklagen einen Verlust des Geruchssinns, Probleme mit der Verdauung, Blutdruckregulation und Blasenfunktion können noch hinzukommen. Auch wenn all diese Symptome häufig auftreten, sind sie nicht nur spezifisch für Parkinson.

Wie wird Parkinson diagnostiziert?
Die Diagnose basiert hauptsächlich auf klinischen Beobachtungen und der Ausschlussdiagnostik eines Neurologen. Es basiert auf einer Kombination aus medizinischer Anamnese, Symptombewertung und neurologischer Untersuchung. Auch eine familiäre Vorbelastung wird abgefragt. Die neurologische Untersuchung umfasst Tests, um Beweglichkeit, Muskeltonus, Reflexe, Koordination und Gleichgewicht zu überprüfen.

Leben mit Parkinson
Auch wenn Parkinson noch nicht heilbar ist, haben sich die Behandlungsmöglichkeiten enorm verbessert. Eine Vielzahl der Symptome lässt sich langfristig gut behandeln – von Tabletten und Wirkstoffpflastern bis zu Medikamentenpumpen und der tiefen Hirnstimulation. Regelmäßige Bewegung, wie beispielsweise Tai-Chi, Yoga oder Tischtennis fördern die Beweglichkeit und das Gleichgewicht. Spezielle Übungen mit Physiotherapeuten erhalten Muskelkraft und Koordination. Eine ausgewogene Ernährung verbessert das Wohlbefinden und kann Symptome wie beispielsweise Verstopfung lindern. Auch die mentale Gesundheit ist wichtig: Der Austausch mit anderen Betroffenen, Freunden und Familie und ggf. professionelle Hilfe kann eine enorme Unterstützung bei der Bewältigung von Ängsten sein.

 

 


Autor: Debeka; zusammengestellt von Gert Holle - 2.04.2025